Paul Moor

Jürgen Bartsch: Selbstbildnis eines Kindermörders

Im Juni 1966 berichteten alle deutschen Zeitungen auf Seite eins über die Verhaftung eines 19-jährigen Metzgergesellen, der auf unvorstellbar grausame Weise vier Schuljungen missbraucht und zu Tode gequält hatte. Paul Moor nimmt als Korrespondent und Berichterstatter an dem Prozess teil und beginnt eine Korrespondenz mit dem Angeklagten. Und Jürgen Bartsch fasst Vertrauen. Er antwortet und schreibt sich alles von der Seele, was ihn zum Opfer und zum Täter gemacht hat. In über 8 Jahren, bis kurz vor Bartschs Tod, sammelt Paul Moor Hunderte von Briefen – das erschütternde Selbstbildnis eines vierfachen Kindermörders, wie es die Literatur nicht kannte und das einen Einblick in die Untiefen der menschlichen Psyche ermöglicht und uns erkennen lässt, warum Menschen morden.

Themen:   Deutschland; Reportagen und journalistische Berichterstattung; Tagebücher, Briefe, Notizbücher

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