Cheryl BenardEdit Schlaffer

Sagt uns, wo die Väter sind

Von Arbeitssucht und Fahnenflucht des zweiten Elternteils 

Die neuen Väter? Bei der Geburt atmen sie noch mit, aber danach geht ihnen schnell die Luft aus. Dann machen sie sich das Vater-Sein mindestens genauso leicht wie das Vater-Werden. Frauen und Kinder sind allein zu Haus und erleben den Vater hauptsächlich in Form von Versprechungen: «Wenn dieser Auftrag erledigt ist, bleibe ich nicht mehr bis neun im Büro ...». Sie reden davon, daß die Kinder das wichtigste in ihrem Leben sind. Aber wenn es darauf ankommt, haben sie leider eine Sitzung oder eine Reifenpanne. Sind wir angesichts dieser traurigen Sachlage besorgt um die Zukunft der Familie? Nein. «Die Familie» ist in denselben Händen wie schon immer: in den Händen der Mütter. Doch die Frauen und Kinder verlieren allmählich die Geduld mit den Männern und Vätern.

Themen:   1990 bis 1999 n. Chr.; für Frauen und/oder Mädchen; Geschlechterpsychologie; Feminismus und feministische Theorie; Soziologie; Ratgeber: Partnerschaft und Ehe

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