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thrill! Das Krimidezernat empfiehlt

Zwei starke Thriller, zwei starke Autoren von der Insel:

Simon Lewis, 1971 in Wales geboren, bekannt als Drehbuchautor und Reiseschriftsteller, lebt im Wechsel in England und Asien. Mit dem ersten Band seiner Serie um Inspektor Jian legt er ein beeindruckendes Thrillerdebüt vor. «Ein Knaller – Spannung, die an keiner Stelle nachlässt.» (Elmore Leonard) «Temporeich und makellos.» (Washington Post) Serin erster Roman Go erschien ebenfalls bei rororo.
Stav Sherez, Jahrgang 1970, wuchs in London auf. Sein erster Roman In den Händen des Teufels wurde für den Krimipreis John Creasey Memorial Dagger der britischen Crime Writers’ Association nominiert. Insel des Schweigens ist sein zweites Buch.

Simon Lewis: Bad Traffic

Einen altgedienten Polizisten wie Inspektor Jian kann kaum etwas aus der Ruhe bringen. Als aber seine Tochter Wei Wei ihn per Handy panisch um Hilfe bittet, weiß er sofort: Er muss zu ihr, sonst passiert etwas Schlimmes. Und so macht er sich auf in jenes fremde, gefährliche Land am anderen Ende der Welt.

In Heathrow angelangt, hat Jian gerade einmal Geld für ein Taxi. Englisch spricht er nicht; er kann die Schrift nicht lesen, kennt keinen Linksverkehr, weiß Polizisten nicht von automechanikern zu unterscheiden – eigentlich ist Jian vollkommen hilflos. Seine einzigen Waffen: eiserne Entschlossenheit und all die Techniken des physischen und psychischen Kampfes, die er während der Kulturrevolution gelernt hat . Seine erste Spur führt ihn an die Universität von Leeds…

Stav Sherez: Insel des Schweigens

Aufgebahrt auf dem Altar einer Klosterruine, wird die Leiche eines Jungen entdeckt: Sie ist auf grausame Weise entstellt; aber es ist etwas anderes, was an einen Ritualmord denken lässt: "Der Junge liegt angepflockt auf dem Altar. Im Sonnenlicht wirkt seine Haut wie rotgeäderter Marmor ... Orangefarbene Zeichen bedecken den Altar, frische feuchte Schmierspuren auf dem uralten Gestein. Auf dem Boden liegt der Schädel eines Rinds. Rote Ameisen und graue Spinnen krabbeln über das Knochengehäuse hinweg. Der Junge liegt auf dem Rücken, und seine Augen starren in den leeren Himmel Über den weißen Körper verlaufen rote Schnitte. Tausendfüßer umgeben den Altar. Nicht die kleinen, die im Haus vorkommen, wie sie Nikos am Morgen gesehen hat, sondern eine größere, unheimlichere Art ..."

Das scheußliche Bild lässt Polizeichef Nikos Yannopoulis keine Ruhe – denn es ruft äußerst beunruhigende Erinnerungen an eine Mordserie wach, die die Ferieninsel Palassos in den siebziger Jahren erschütterte …