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thrill! Das Krimidezernat empfiehlt

Kenneth Abel: Die Flut

Ein Mann sitzt im Büro von Anwalt Danny Chaisson, um über die Baumafia von New Orleans auspacken. Aber bevor er ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden kann, wird er entführt. So wenig Hoffnung Danny hat, seinen Informanten noch einmal lebend zu sehen, fühlt er sich doch verpflichtet, den Verschwundenen zu suchen.Doch dann kommt ein größeres Unheil als die Mafia über die Stadt. Ein Sturm, wie New Orleans ihn noch nie erlebt hat, eine Flutkatastrophe unfassbaren Ausmaßes: Hurrikan Katrina, der im August 2005 über Louisiana und andere US-Bundesstaaten herinbricht und rund 1800 Menschen in den Tod reißt.

Mittwoch, 31. August: New Orleans stirbt langsam vor sich hin. «Die ganze Stadt war ein frisch ausgehobenes Grab.…» In der hereinbrechenden Dunkelheit leuchten nur noch die brennenden Gebäude. Immer wieder fallen Schüsse; was nicht verriegelt und verrammelt ist, wird geplündert. Danny Chaisson kämpft sich mit einer Waffe in der Hand durch das Inferno, genauso wie es ihm seine Frau beigebracht hatte, Mickey Vega, die bei der ATF, der Sicherheitsbehörde für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoff, arbeitet und dort alles gelernt hat, was man zum Überleben in den Straßen dieser Stadt brauchte. Danny weiß, dass der Mann, den er sucht, da draußen in dieser Hölle aus Wasser und Tod sein muss, in einem alten Lagerhaus, «das seit fast fünfzig Jahren leerstand, abgesehen von einem kleinen Raum mit einem Vorhängeschloss an der Tür und einem am blutbefleckten Boden fixierten Stuhl. Jemand hatte die Wände mit Eierkartons verkleidet, damit man draußen die Schreie nicht hörte …»

Kevin O'Brien: Blutzeuugin

Amelia ist jung und hübsch und hat mehr Probleme, als man irgendwem an den Hals wünschen würde. Zu viel Alkohol ist eines der geringeren. Amelia wird von Albträumen gequält, mit ihr selbst in der Hauptrolle, Albträume, in denen sie ihre Familie abschlachtet. Nur Karen, ihre Therapeutin, steht ihr bei, als die Visionen blutige Realität werden. Amelia war adoptiert, im Alter von vier Jahren wurde sie weggeben. Hat das Mädchen eine gespaltenePersönlichkeit? Oder ist die Wahrheit zusammen mit ihrem ersten Elternhaus verbrannt? Irgendetwas ist damals passiert, als sie noch ein Mädchen war – etwas, woran sie sich nicht einmal schemenhaft erinnert. Weil sie sich nicht erinnern will. Weil das ihr Herz in Stücke reißen würde. Da passiert etwas, das sie zwingt, sich der Wahrheit zu stellen. Schritt für Schritt geht sie zurück und erlebt noch einmal die schrecklichen Augenblicke, als die Schüsse fielen. Als ihre Adoptivfamilie, als Jenna und Mark, Collin und Tante Ina durch jemande ermordet wurde, der Amelia nahe, sehr nahe stand: «Ich spürte es, als du sie getötet hast, und dachte, ich wäre das …»

«Eine nervenzerfetzende Geschichte! Kevin O’Brien führt den Leser tief in die dunkelsten Ecken des menschlichen Geistes, wo die Vergangenheit einer Frau ihre Zukunft auszulöschen droht.» (Tess Gerritsen)

Anke Cibach: Der Tote vom Leuchtturm

«Tilde Janssen spürte nicht nur ihre Knochen, sondern auch, dass etwas in der Luft lag. Etwas Undefinierbares. Eine seltsame Unruhe …» Wirklich kein Kaiserwetter für einen sechzigsten Geburtstag. Tilde lebte in einem stillgelegten Leuchtturm auf der kleinen Elbinsel Ziegensand. Von ihrem Turm aus, den sie vor ein paar Jahren zum Schrott- und Sporttpreis erworben hatte, konnte sie die großen Pötte vorbeifahren sehen, elbaufwärts nach Hamburg, elbabwärts in Richtung Nordsee. «Als Alleinherrin der Insel konnte sie sich trotzdem nicht bezeichnen. Es gab noch eine Vogelschutzstation im Osten der Insel und in der Mitte den Kiosk des Campingplatzes, der nur im Sommer genutzt wurde.»

Ein einsames Leben, aber eines, das sie selbst gewählt hatte; außerdem war sie mit ihrem Tuckerbott, der Fixen Flunder, rasch bei den Menschen hinter dem Deich. Tildes Herz gehörte der Kunst; sie fertigte Skulpturen aus Schwemmholz und gab die Hoffnung nicht auf, eines Tages groß herauszukommen. Doch gerade als sie glaubte, in Professor Dykland von der Schönheitsklinik einen Mäzen, zumindest einen Kunstkenner gefunden zu haben, entdeckte sie dessen Leiche. Direkt am Fuße ihres Leuchtturms. …