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Er sieht Dinge, die anderen verborgen bleiben. Und er besitzt Fähigkeiten, die anderen unheimlich sind. Ein paar Referenzen gefällig? «Thorsten Havener guckt in die Gehirne fremder Menschen!» (Bild) «Havener ist eine Sensation.» (Süddeutsche Zeitung) «Die Gedanken sind frei? Nicht, wenn Thorsten Havener in der Nähe ist.» (TV Spielfilm) «Ich habe keine Erklärung für dieses Phänomen.» (Wigald Boning, Comedian). Er ist der Mann, der Johannes B. Kerner fassungslos, Stefan Raab sprachlos und Jürgen Drews angst machte. Millionen von Zuschauern fasziniert er in der Sat.1-Show Der Gedankenleser. Talkshow-Macher reißen sich um ihn, Veranstalter von Galaevents und Managementseminaren ebenso. Keine Überraschung, dass sein Buch Ich weiß, was du denkst zum Bestseller avancierte. Nun legt er mit Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten nach.
Zusammen mit dem Arzt und Gesundheitsexperten Dr. med. Michael Spitzbart hat Havener ein Buch über die Macht der Gedanken geschrieben: ein spannender Reiseführer durch die geheimnisvolle Welt der Gedanken. «Sie werden viele der Methoden kennenlernen, mit denen ich auf Tourneen, bei Vorträgen und in großen Talkshows Menschen verblüfft und mein Publikum begeistert habe. Ich zeige Ihnen Wege, wie Sie innerhalb kürzester Zeit geistig fit und konzentriert sein werden und andere durch ihre mentalen Fähigkeiten in Erstaunen versetzen können. Glauben Sie mir: Alle diese Strategien funktionieren, ohne dass Sie auch nur über einen Hauch von übersinnlicher Fähigkeit verfügen.»
Eine gesunde Distanz gegenüber okkulten und übersinnlichen Fähigkeiten – auch das zeichnet Deutschlands bekanntesten Gedankenleser aus. Die des irrationalen Überschwangs gänzlich unverdächtige FAZ hat sich den Mann mit der Lizenz zum Verblüffen genau angeschaut und kommt zu dem Urteil, der studierte Übersetzer sei ein begnadeter Hingucker, ein Mensch mit einer phänomenal ausgeprägten Beobachtungs- und Kombinationsgabe. Der gebürtige Saarländer, der mit seiner Familie in München lebt, «entlockt den Menschen mit nonverbaler Kommunikation die intimsten Gedanken aus dem Oberstübchen». Telepathie? Fehlanzeige. Stattdessen intensive Auseinandersetzung mit Entspannungsmethoden, Hypnose, Körpersprache und Aufmerksamkeitslenkung. «Wenn man das alles kombiniert, sieht es nach Gedankenlesen aus.»
Haveners Karriere begann als Illusionist: mit Zaubertricks in der heimischen Kirchengemeinde. In Las Vegas sah er Siegfried und Roy – und war fasziniert. Nach seinem Studium der angewandten Sprachwissenschaften hatte er gleich reihenweise Aha-Erlebnisse als Dolmetscher für Englisch und Französisch: Als er merkte, dass er sich immer mehr neben dem Was auf das Wie der zwischenmenschlichen Kommunikation zu konzentrieren begann, war der Funke übergesprungen. Den riskanten Entschluss, die Gabe der Einfühlung zu seinem Beruf zu machen, hat er nicht bereut (und die Bluesgitarre lässt sich auch als Freizeitmusiker spielen).
Scharf grenzt er sich von den Scharlatanen, den schwarzen Schafen seiner Zunft ab: von Wahrsagern, die behaupten, in die Zukunft sehen zu können; von Spinnern, die ernsthaft weiszumachen versuchen, Kontakt mit dem Geist Verstorbener aufnehmen zu können. Wir lernen faszinierend einfache, faszinierend wirksame Techniken der mentalen Selbstkonditionierung kennen. (In Kapitel 1 demonstriert Havener das an einem Beispiel: Wenn Sie beim dreimaligen Klopfen mit dem rechten Zeigefinger stets an «Feuer», egal ob Kaminfeuer oder Buschfeuer, denken, bekommen Sie diese Verbindung «klopf, klopf, klopf» mit «Feuer» garantiert nicht mehr aus dem Kopf). Lassen Sie sich verblüffen vom Fuss-Kreisen-Experiment, von der Flatliner-«Zauberei» (der extremen Senkung des Pulsschlags), der Pendelübung u.v.a.m. Die FAZ resümiert: «Haveners Verdienst liegt deshalb eher darin, die vielen Rezepte zur Küchenpsychologie zu einem Kochbuch zusammengeführt zu haben.» Und das ist als Kompliment gedacht.
Ein kleines Beispiel verdeutlicht die Denk- und Arbeitsweise Haveners. Eine gute Freundin der Familie ist Kinderärztin; ihrem Rat vertraut sogar die Tochter der Haveners aufs Wort. Als sie gemeinsam in einem Münchner Biergarten zusammensaßen, fragte die Ärztin das Mädchen, wieso es denn nicht einschlafen könne. «Bekommst du denn nicht die Kügelchen mit den blauen Punkten?» Aha … «Das saß, denn von Kügelchen mit blauen Punkten hatte sie noch nie etwas gehört. Ich bis dahin übrigens auch nicht. Die befreundete Ärztin nahm instinktiv die Rolle der allwissenden Medizinerin ein und erklärte uns allen, dass die Kügelchen mit dne blauen Punkten sehr schnell müde machten. Und für meine Tochter galt ihr Wort von nun an unerschütterlich. Was also machte der verantwortungsvolle Vater? Er nahm ein paar Globuli – eine homöopathische Medizin – und malte mit einem blauen Kuli einen Punkt auf die Kügelchen. Von diesen Schlafglobuli bekam meine Tochter noch am selben Abend drei stück. Sie schlief auf der Stelle ein. Das ist die Kraft der Gedanken.»
Ergänzt werden die Ausführungen Haveners durch Texte des Mediziners und Gesundheitsexperten Dr. Michael Spitzbart, «der in bodenständiger Sprache gesunden Menschenverstand mit viel Medizin anreichert und mit Psychologie würzt» (Süddeutsche Zeitung).