Die Bestellung unserer E-Books ist momentan aus technischen Gründen nicht möglich.

Artikelempfehlung versenden

E-Mail-Adresse des Empfängers*

Wenn Sie mit der Empfehlung dieses Titels eine Nachricht an den Empfänger versenden wollen, tragen Sie den Text bitte hier ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse*

(* = Pflichtfelder)

Ralf König: Archetyp

© Ralf König

Dieses Buch, Teil zwei einer Trilogie über das Alte und Neue Testament, gehört in jeden Haushalt! Weil es die Bibel an einer entscheidenden Stelle … ja, was heißt korrigiert, auf jeden Fall um eine interessante neue Lesart bereichert. Wie war das nun wirklich mit Noah und der Sintflut, diesem Quasi-Weltuntergang? Wurden die Städte Sodom und Gomorrha nur als Sündenpfuhle denunziert, damit der Allmächtige überhaupt einen akzeptablen Grund hatte, die Welt in Wasser versinken und ertrinken zu lassen? Der geniale Ralf König ist den wenigen Fragen, die die Bibel offen lässt, nachgegangen. Hinreißend illustriert und fesch gereimt, lässt er uns einen Blick auf die zwei Gesichter Noahs werfen …

Und der Herr sprach zu Luzifer ...

Auf den ersten Seiten von Archetyp sehen wir, wie sich der Herr wacker mit der Schöpfung abmühte. Bis sein Werk (gepriesen sei es!) mit Licht und Schatten, Horizont und Farben, mit Stock und Stein stand, verging naturgemäß einige Zeit. Nun fehlte fast nur noch eines: die Krone der Schöpfung, der Mensch – aber nicht mehr lange. Wir zitieren:

«Im Paradies, da gab es lange
nur einen Apfelbaum samt Schlange.
Und drum herum, man sieht es hier,
manch eigentümliches Getier.

Einfallsreich schuf Gott das Vieh
das quiekte, grunzte oder schrie.
Doch die Gehirne blieben schlicht.
Selbsterkenntnis gabs noch nicht.

Mit Adam schuf der Schöpfer dann
den Prototyp, den ersten Mann.
Allein beseh’n war das ´ne Pleite.
Drum musst ’ne Frau an seine Seite.

Die Schöpfung krönte dieses kaum.
Nun standen vor dem Apfelbaum,
mittendrin im Garten Eden
diese beiden nackten Blöden.»

Natürlich musste sich der Mensch als Spezies auch fortpflanzen; diesbezüglich hat Ralf König aber nichts Sensationelles aufspüren können, die Sache ist bekanntlich ganz simpel:

«Der Mensch entdeckte nun den Sex.
Ere fand das geil, Gott war perplex.
Denn Sex, weil «geil», hat keinen Sinn!
Drum ist im Sperma auch was drin.»

Noah, der Arche-Typ

Nun noch kurz zu Noah. Will man Klartext reden, muss man einfach feststellen, dass der alte Zausel und spätere Arche-Typ ein bigottes, misanthropes Arschloch ist. Selbst dem Herrn geht der selbstgerechte Querulant schwer auf den Zeiger («Nur ich bin fromm und ohne Tadel, der einzig fromme Mann auf Erden …»). Vor allem Sodom und Gomorrah sind ihm ein Gräuel, dort sind zu Hause (zum Mitschreiben): «Mord, Totschlag, Lug und Trug, Habgier, Völlerei, Rachsucht, Eitelkeit, Rücksichtslosigkeit, Brutalität, Niedertracht, Wollust, Homo-Ehe, Spielhöllen, Bordelle, Swingerclubs, Drogen etc.pp.» All sein Gequengel und Gequatsche hindert den Moralapostel natürlich nicht daran, an den Wochenenden die Sündenpfuhle genauer zu inspizieren, vor allem Sodoms Rotlichtviertel mit seinen «groß bebusten Damen».

Und was tut Noah, der Heuchler? Er beantragt bei Gott kurzerhand den Weltuntergang. Den kannst du haben, denkt sich der, und gibt nach strategischer Rücksprache mit Luzifer dem verdutzten Noah den Auftrag, die aus der Bibel bekannte besagte Arche zu bauen, um Noah ein für alle Mal eine Lektion in Toleranz und Menschenfreundlichkeit zu erteilen …

Und die Moral von der Geschicht', Herr König?

«Es ist der Mensch, der ungeniert
derzeit die Schöpfung ausradiert,
ob gläubig oder Atheist,
bis wenig davon übrig ist!».