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Phillip von Senftleben: Die Flirterin. Der Flirter

© Matrix Buchkonzepte

Ja, es gibt sie, die hohe Schule der Verführung: perfektes Flirten in Theorie und Praxis, im Crashkurs-Format zum Kampfpreis von 5,- €. Für den Mann (Version in Dunkelblau) und für die Frau (Version in Rotviolett). Verfasst hat sie Phillip von Senftleben, «Deutschlands bekanntester Verführer» (BILD). der Mann, der für das Flirten und vom Flirten lebt, u.a. mit Flirt-Coachings und Flirt-Workshops. Seine Stimme kennen Millionen. In Nord und Süd, in Ost und West. Ob Hitradio Sachsen, RTL Radio, Antenne West oder Radio Kiepenkerl: Diesen Mann hält nichts auf.

Die Lizenz zum Flirten

Wenn Phillip von Senftleben es ernst meint und wenn er ernst macht, kann kaum ein weibliches Wesen widerstehen. Seine Waffen: Charme, Witz, Schlagfertigkeit, Intuition. Studierter Jurist, examinierter Flirter, bekennender Womanizer, kurz: ein Vollprofi. Vieles, was man in diesen Flirt-Bibeln lesen kann, ist ziemlich lustig, irgendwie aber auch überraschend. Oder haben Sie eine Erklärung dafür, weshalb X-Beine bei Frauen ziemlich sexy wirken sollen, bei Männern aber abturnend?

Es soll nur ja keiner glauben, von Senftleben habe denselben Text vom Verlag einfach in zwei verschiedenfarbige Buchdeckel kleben lassen. Weit gefehlt – die beiden Bändchen unterscheiden sich auf den ersten ebenso wie auf den zweiten und dritten Blick. Weil Frauen und Männer extrem verschieden sind, was Flirtorte, Flirtsituationen, Flirttechniken und Flirtrhetorik angeht. Auffallend ist der deutlich direktivere Ton bei den Tipps für Männer. Für die Herren der Schöpfung hält der Profi klare To-do- und Not-to-do-Ansagen bereit: «Was Sie tun sollten», «Was Sie lassen sollten». Merke: Kontaktsuchende Männer ruinieren sich ihre Chancen beim weiblichen Geschlecht gern selbst. Damit Sie eine Vorstellung haben, was Sie hier lesen & lernen können, gehen wir kurz in medias res. Stichwort: erotische Schlüsselreize.

How to make me unwiderstehlich

Thema: Po. Wird grundsätzlich mehr/länger/intensiver angestarrt als der Busen einer Frau, behauptet der Experte. Den dennoch recht beachtlichen erotischen Kurswert von letzterem begründet von Senftleben mit einem originellen evolutionsgeschichtlichen Schlenker: «Der Busen hat sich erst zum Blickfang entwickelt, seit wir Menschen aufrecht gehen und miteinander reden. Da es ungemein schwierig ist, mit einer Frau ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen und ihr gleichzeitig auf den Hintern zu starren, mussten wir (Männer!) nach einem neuen unterhaltsamen i-Tüpfelchen für unsere Augen suchen, und siehe da: Der Busen bot sich perfekt dafür an. Sobald wir uns allerdings nicht mit Ihnen über Lyrik, Oper oder Philosophie unterhalten und Sie uns kurz den Rücken zudrehen, verfallen wir sofort wieder in unser altes Muster und starren Ihnen auf den Hintern.» So ist das und nicht anders. Sagt der Flirter.

Drei Top-Tipps schon mal vorweg:
• Irritieren Sie das Objekt Ihrer Begierde durch eine charmante Unverschämtheit!
• Mind your words! Aufpassen, was man sagt, wie man es sagt und wann man was sagt. Es mag Situationen geben, in denen ein Satz wie «Das Beige Ihrer Bluse korreliert mit der Farbigkeit Ihres Lächelns» gut ankommt; selbst ein verwegener Opener wie «Deine Brille hat eine gewisse Tragik» mag mal hinhauen. Beides kann aber auch zur Ohrfeige und dem sofortigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen führen. Im Zweifelsfall halten wir es mit dem schlauen Ovid: «Zieht sie sich einen Scheitel, dann lobe den Scheitel»
• DER Satz schlechthin, wenn eine bildschöne Zahnärztin Sie mit Fragen wie «Benutzen Sie eigentlich Zahnseide?» traktiert? Er lautet: «Sie haben grüne Augen» (vorausgesetzt, sie hat mehr oder minder grüne Augen …)