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Als sie zum Fundort der Leiche am äußersten Rande der Stadt gerufen wird, beschleicht Kommissarin Malin Fors eine eigenartige Beklemmung. Dieser Fall würde keiner sein, den sie und ihr Kollege «Zeke» Martinsson nach dem 08/15-Schema Opfer-Motiv-Täter lösen würden. Der Schrecken, der sie hier erwartet, wird sie alle verändern … Schweden Reservoir an herausragenden Krimiautoren scheint unerschöpflich. Mit seinem brillant komponierten, fesselnden Roman Mittsommermord demonstriert Mons Kallentoft, dass er einer der Großen seines Metiers ist.
Es ist eiskalt in Linköping, minus dreißig Grad, seit Tagen bringen die Polartemperaturen alles Leben zum Erliegen. Der Mann, der dort in fünf Metern Höhe am Ast einer einsamen Eiche hängt, ist ein Koloss. Mindestens 150 Kilogramm schwer. Der nackte, blutige Körper schaukelt im Wind. Wer tötete Bengt Andersson? Wurde er Opfer eines Ritualmords – eines altnordischen Mittsommeropfers? Oder hatte er für eine Schuld zu büßen, die andere auf sich geladen haben?
Kommissarin Malin Fors trägt schwer an ihrem Leben. Das Alleinsein ist nur schwer auszuhalten. Seit sie und Janne sich getrennt haben und sie allein mit ihrer mittlerweile vierzehnjährigen Tochter Tove in ihrer Wohnung lebt, ist ihr die Leichtigkeit abhanden gekommen. «Damals, als sie sich getrennt haben, empfand sie es als bittersüß. Der Möbelwagen nahm Kurs auf Stockholm und die Polizeiarbeit, und Janne ging nach Bosnien. wenn ich die Beste darin werde, das Böse auszurotten, wird das Gute zu mir kommen, dachte sie …»
Aber das Gute lässt auf sich warten, so viel weiß die 33-Jährige längst. Dass sie eine hervorragende Polizistin geworden ist, verdankt sie nicht zuletzt Kollegen wie Zacharias Martinsson, den alle nur «Zeke» nennen. Seiner Erfahrung, seiner Ruhe ist es zu verdanken, dass Malin in den entscheidenden Situationen ihre Stärken ausspielt: ihre Direktheit, ihre Sensibiltät für Zwischentöne. Und Mut – vor allem den braucht sie in dem Drama um den ermordetetn Bengt Andersson …