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Sie suchen ein Geschenk? Ein Buch zum Immer-wieder-Lesen? Einen Roman in Briefen, in dem es um die Liebe zum Buch und zum Lesen geht. klug, witzig, herzerwärmend? Deine Juliet ist so ein Buch. Mary Ann Shaffer, 1934 in Martinsburg, Virginia, geboren, arbeitete als Buchhändlerin und Bibliothekarin. Kurz vor ihrem Tod stellte sie gemeinsam mit ihrer Nichte Annie Barrows den Roman fertig – seinen ungeheuren Erfolg hat sie nicht mehr erlebt.
«Eine bezaubernde Mischung aus Liebesgeschichte und einer Verbeugung vor der Literatur, der Insel Guernsey, vor Menschen mit Träumen und vor den sogenannten Zufällen des Lebens.» (NDR) «Zum Niederknien romantisch.» (Glamour) Dieses literarische Kleinod ist jetzt bei rororo in einer schönen bibliophilen Ausgabe erschienen.
Vielleicht hat es des Artikels von Felicitas von Lovenberg vom 31.3.2009 in der FAZ bedurft, um Deine Juliet von einem Geheimtipp zum Must-have für viele zu machen. Ein über jeden Kitschverdacht erhabener Freund hat ihr Shaffers Roman mit der Empfehlung geschickt, es unbedingt zu lesen. Ohne den dezidierten Hinweis hätte von Lovenberg das Buch («Never judge a book by ist cover …») wohl nie in die Hand genommen. Und dann passierte das: «Nach 15 Seiten fragte ich im Archiv an, ob das Buch, was ich für extrem unwahrscheinlich hielt, je besprochen worden war. Ein Treffer immerhin, ein Lob in der ‹taz› vom Mai 2008. Nach fünfzig weiteren Seiten rief ich in der Buchhandlung an und bestellte fünf Exemplare … Ein wunderbares, tatsächlich bezauberndes Buch, genauer: ein Brieforman.»
Und das ist in Kurzfassung die Geschichte. Juliet Ashton, eine erfolgreiche Journalistin, ist auf der Suche nach dem Stoff für ein neues Buch. Und dieses Buch soll anders, ernster, wichtiger sein als ihre beliebte Kolumnensammlung «Izzy Blickerstaff zieht in den Krieg». Da erreicht sie im Januar 1946 ein Brief von der Kanalinsel Guernsey. Der Absender, der Bauer Dawsey Adams, hatte ihren Namen in einem Werk von Charles Lamb gefunden, das er einst antiquarisch erwarb. Nun sucht er nach einem weiteren Buch des von ihm verehrten Autors und bittet Juliet, für ihn in Londoner Buchhandlungen und Antiquariaten die Augen offen zu halten.
Zwischen den beiden entspinnt sich ein reger Briefwechsel. Adams erzählt der britischen Journalistin von den Kriegsjahren, als die Kanalinseln Jersey und Guernsey unter deutscher Besatzung standen. Und er erzählt von jenem Lesezirkel mit dem merkwürdigen Namen «Club der Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf», Resultat einer Kriegslist, um den erglementierenden Vorschriften der verhassten Deutschen zu entgehen. Juliet, die für die Literaturbeilage der ‹Times› einen Artikel über den praktischen und moralischen Wert des Lesens schreiben soll, ist elektrisiert. Und bittet Adams, auch die übrigen Mitglieder des Clubs zu ihrer Korrespondenz einzuladen. Aber nicht nur zwischen London und Guernsey fliegen die Briefe dahin; Juliet korrespondiert auch eifrig mit ihrem Verleger, ihrer besten Freundin, einem Verehrer …
Es sind recht, schrullige, exzentrische Charaktere,, die sich im Literaturclub von Guernsey zu leidenschaftlichen Debatten treffen, egal ob Ovid oder Sophokles, Dickens oder Shakespeare Thema des Abends sind. Vor dem Hintergrund von Krieg und Besatzung, von Entbehrung und Leid erhalten die Episoden – besonders die über die verschollene Clubgründerin Elizabeth – Tiefe und Gewicht. Bald hat sich Juliet so in die Geschichten und ihre Protagonisten verliebt, dass sie den Entschluss fasst: Auf nach Guernsey!
Bei Shaffer macht der Ton die Musik. Ähnlich wie Helene Hanff in «84, Charing Cross Road» beherrscht sie die Form des Briefromans mit bewundernswerter Souveränität und Eleganz.
«Deine Juliet ist ein liebevolles Buch voller Charme, Witz und Weisheit. Gehört in jedes Regal, ist ein perfektes Geschenk. Ein Buch wie ein Freund.» (suite100.de)