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Es müssen nicht immer die großen Dinge sein, die Spuren hinterlassen. Nachdem eine ganze Generation ab Mitte der 60er Jahre das (gesellschaftliche) Heil in der (revolutionären) Flucht nach vorn gesucht hat, passt die Politik der kleinen Schritte heute bestens ins pragmatischere Weltbild von heute. Dieses Buch enthält 1000 (tatsächlich eintausend!) Vorschläge, unseren Alltag umzugestalten und die Welt besser zu machen. Es ist verblüffend zu sehen, mit welch kleinen Ideen und Initiativen große Wirkung erzielt werden kann. Man muss ja nicht gleich in den Dimensionen eines Nelson Mandela oder einer Mutter Teresa die Welt verändern …
Jan Hofer, Chefsprecher der ARD, Prof. Dieter Kronzucker und die Moderatorin (und Botschafterin der Frauenfußball-WM 2011) Shary Reeves haben dank einer Vielzahl Prominenter aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Sport diesen Band zusammengestellt. U.a. mit dabei: Laith Al-Deen, Ben Becker, Simon Beckett, Sabine Christiansen, Dalai Lama, Joy Denalane, Prof. Dr. Claus Hipp, Dietmar Hopp, Lisa Fitz, Michael Jürgs, Marika Kilius, Dieter Kürten, Hannelore Hoger, Hera Lind, Matthias Matussek, Rüdiger Nehberg, Freddy Quinn, Prof. Gesine Schwan, Karin Slaughter, Sabrina Setlur, Marietts Slomka, Prof. Ulrich von Weizsäcker, Maria von Welser, Prof. Peter Wippermann, Rolf Zuckowski, 2raumwohnung, Cem Özdemir, Katrin Göring-Eckart, Tom Buhrow u.v.a.
Und hier sind 5 von 1000 Ideen:
Vier Euro für ein Kinderleben. «Wir klagen zu oft auf hohem Niveau – und dabei können wir die Welt mit ganz kleinen Mitteln verbessern. Kinder brauchen am meisten Schutz und Unterstützung. In Afrika stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria. Es gibt keine Prophylaxe. Der einzige Schutz ist ein Moskitonetz, das mit einem für den Menschen ungefährlichen Insektizid imprägniert ist. Für nur vier Euro kann man so ein Netz bei UNICEF bestellen. Dies ist nur eine von vielen kleinen Möglichkeiten, um die Welt zu verbessern – man muss es nur tun.» (Sabine Christiansen)
Dreck plus eins. «Kümmert euch um euren eigenen Dreck – plus eins. Überall sieht man Müll, den andere fabriziert haben. Die Idee ist folgende: Anstatt die Augen zu verschließen, kümmert man sich jeden Tag nicht nur um seinen eigenen Sch***, sondern auch um einen kleinen Teil Fremd-Müll, den man wahrlich nicht verursacht hat. Verhältnis 99:1. Wenn das alle machen, müsste es eigentlich bald besser aussehen. Echter, handelsüblicher Müll ist hier durchaus auch gemeint.» (Gepa Hinrichsen, Werbetexterin und Dozentin an der Miami Ad School of Europe)
Großzügigkeit vorbereiten. «Ich nehme für Fahrten in der Stadt fast immer die U-Bahn. Und wenn ich zu Fuß im Schanzenviertel unterwegs bin, habe ich immer ein paar Euros dabei für die Obdachlosen, die mir bei meinem Spaziergang begegnen werden.» (Smudo, Texter & Rapper der HipHop-Gruppe Die Fantastischen Vier)
Frische Ernten und mit der Zeit gehen. «Kaufen Sie keine Lebensmittel, von denen Sie wissen: Da liegt ein langer Transportweg vor – zum Beispiel argentinisches Rinderfleisch, exotische Südseefische usw. Je kürzer der Transportweg, je frischer kann das Produkt verkauft und letztlich verarbeitet werden. Und: Kochen Sie ‹mit der Saison›, das ist eine Profiküchenregel, und damit werden Sie auch zu Hause gut klarkommen. Soll heißen: Spargel zur Spargelzeit und nicht im Winter. Gleiches gilt natürlich für Erdbeeren usw. Und auch umgekehrt: Wirsinggemüse gehört nicht auf den Speiseplan im Sommer.» (Mario Kotoska, Küchenchef im La Societé, Köln)
Du sollst nicht stehlen. «Umweltschutz beginnt auch mit Diebstahlsunterlassung: Innerhalb weniger Monate wurden mir vor der Haustür auf St. Pauli nacheinander vier Fahrräder geklaut. Wenn das so weitergeht, wird die Klima-Veränderung schnell zum Super- Gau. Also bitte, liebe Kleingangster, lasst es. Denn ohne Fahrrad muss ich häufiger ins Auto steigen ...» (Ramon Kramer, Musikproduzent, Filmemacher und Autor)