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Glenn Cooper: Der siebte Sohn

© neuebildanstalt/zimmermann

FBI-Agent Will Piper, der erfolgreichste Profiler für Serienmorde in der amerikanischen Geschichte, hat den Höhepunkt seiner Karriere längst hinter sich. Er hat viel erlebt, viel gesehen: grausige Verbrechen, sadistische Täter, verzweifelte Hinterbliebene. Die meisten Fälle, an denen er beteiligt war, konnte er lösen; die ungelösten machen ihm noch immer zu schaffen. Die Jahre bis zu seiner Pensionierung wollte er eigentlich im Laissez-faire-Stil hinter sich bringen. Bis «unabweisbare Umstände» ihn zwingen, den Fall des «Doomsday Killers» zu übernehmen, der New York mit einer beispiellose Mordserie in Atem hält. Alter, Religion, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung, Todesart – es gibt nichts, was die Opfer verbindet, außer dass sie tot sind. Aber alle erhielten am Tag ihrer Ermordung eine Postkarte, die ihren Tod ankündigte …
Mit Der siebte Sohn liegt nun die Fortsetzung von Glenn Coopers internationalem Bestseller Das Buch der Toten vor (in 29 Sprachen übersetzt). Endlich wird das finstere Geheimnis jener Bibliothek der Toten in der Area 51 in Nevada gelöst, in der Geburts- und Todesdatum aller Menschen notiert sind. Die Aufzeichnungen brechen exakt am 9. Februar 2027 ab – Finis dierum, das Ende aller Tage. Ist die Katastrophe abwendbar?

Grüne Augen, rotes Haar, tödliche Wahrheiten

Alles hatte Anno Domini 777 begonnen. An jenem 7.7.777. wurde ein Junge auf der Isle of Wight geboren, als siebter Sohn eines siebten Sohns. Um die unheilvollen Auspizien zu bannen, brachte der Vater, ein Bauer, das auf den Namen Octavus hörende Kind zum Kloster Vectis. «Ohne irgendeine Anleitung war der Junge in der Lage, Buchstaben und Zahlen zu schreiben. Und das waren nicht irgendwelche Buchstaben und Zahlen, mein Herr und Gott», heißt es in der Chronik von Felix, Abt des Klosters Vectis, «sondern die Namen deiner Erdenkinder sowie ihre Geburts- und Todesdaten weit in die Zukunft hinein … ein Werk der Vorsehung, die mit der heilige Zahl Sieben ein Zeichen gesetzt hatte.»

Octavus’ Nachkommen, alle mit smaragdgrünen Augen und feinem rötlichem Haar und mit der gleichen eigenartigen Begabung «gesegnet», schrieben im Skriptorium des Klosters mit Federkiel und Tinte das Buch der Toten fort: Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte, eine gigantische Bibliothek. Bis das Jahr 2027 erreicht war, der 9. Februar, finis dierum. Weil damit ihre Mission vollendet war, rammten sich die Klosterschreiber den Federkiel durchs Auge ins Hirn Auge. Ein Blutbad – das Ende des Mönchsordens der Namens, das Ende aller Weissagungen.

Ein gewaltiges Feuer bereitete dem Kloster ein Ende; doch ausgerechnet die gewaltigen Büchermassen entkamen der Feuersbrunst. Wie die Bibliothek der Toten die Jahrhunderte überlebte und schließlich in einer von US-Präsident Truman und dem britischen Premier Churchill ausgehandelten geheimen Staatsaktion von England in die Vereinigten Staaten überführt wurde, in die Wüste Nevadas, das erzählt Cooper meisterhaft im ersten Teil seines Thrillers.

Autoreninfo

Der Harvard-Absolvent Dr. Glenn Cooper studierte Archäologie und Medizin. Heute leitet er ein Biotechnik-Unternehmen in Massachusetts. Außerdem ist er...
mehr über den Autor
Staatsgeheimnis Area 51

Ein einziger Band der Chronik hat den Brand überlebt: der Band des Jahres 1527. Jahrhunderte verschollen, tauchte die in altes Kalbsleder gebundene Chronik bei einer Auktion in London auf: 45 cm hoch, 30 cm breit, 2000 Seiten, rund 100.000 Namen. Will Piper wird von zwei Veteranen des Projekts Nevada Test Site – 51 beauftragt, das vom Antiquariat Pierce & Whyte angebotene alte Buch aus den Beständen von Lord Cantwell zu besorgen, koste es, was es wolle. Es ist der Beginn einer tödlichen Parforcejagd. Denn wenn etwas den Weltuntergang am 9. Februar 2027 noch verhindern kann, dann dieses lange verschollene Buch …

Glenn Cooper versteht es, seine Leser in Atem zu halten. Wir springen zwischen verschiedenen Jahrhunderten hin und her und verlieren doch nie den Überblick. Und begreifen, weshalb auch William Shakespeare, Johannes Calvin und die apokalyptischen Prophezeiungen des Nostradamus in diesem Spiel auf Leben und Tod ebenso eine besondere Rolle spielen wie der prognostizierte Aufprall eines riesenhaften Asteroiden auf die Erde. Am 9. Februar 2020 …

Wie schon in Die Namen der Toten geht Cooper auch in Der siebte Sohn neue Wege. Ein originell komponierter, ungeheuer spannender Thriller, den man garantiert nicht vor Seite 445 aus der Hand legen wird.