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Die Frau vor seiner Tür. Das Messer, das in seinen Körper eindringt, der Schmerz, die Panik … Diesen Augenblick wird Dr. David Hunter nie in seinem Leben vergessen. Nach dem Mordanschlag ist nichts mehr so wie vorher. Nicht nur, dass seine Freundin Jenny ihn verlassen hat. Hunter hat auch die Gewissheit verloren, als forensischer Anthropologe genau den Beruf auszuüben, der für ihn wie geschaffen schien. Um endlich wieder zu sich zu finden, beschließt er, für einige Zeit in der Anthropology Research Facility in Knoxville, Tennessee, zu arbeiten, auf der legendären «Body Farm», wo er einst sein Handwerk erlernte.
Hätte er geahnt, das ihn dort eine Mordorgie unfassbaren Ausmaßes erwartet, er wäre wohl lieber in Cornwall oder im Lake District abgetaucht, um endlich Ruhe zu finden. Tom Liebermann, Direktor des Instituts für Forensische Anthropologie, und seine Kollegen arbeiten wie besessen an einem Fall. In einer Berghütte in den Smoky Mountains, einem riesigen Waldgebiet der Apalachen an der Grenze zwischen Tennessee und North Carolina, war eine grausam zugerichtete Leiche gefunden worden. Nackt, gefesselt, gefoltert. Die Verwesung ist weit fortgeschritten. Was auf den ersten Blick nach einer Routineermittlung für die Polizei aussieht, wird zu einem Horrortrip.
ANN CLEEVES: IM KALTEN LICHT DES FRÜHLINGS
Gut elf Kilometer lang, knapp fünf Kilometer breit, das ist Whalsay, ein kleines Archipel auf den Shetland-Inseln. Nachdem Jahrzehnte lang auf der Insel niemand mehr durch einen Unfall ums Leben gekommen ist, sterben nun innerhalb weniger Tage zwei Menschen auf irritierende Weise. Erst wird die alte Mima Wilson auf ihrem Grundstück von einer verirrten Kugel getroffen, dann begeht die junge Archäologin Hattie James Selbstmord – genau dort, wo sie bei einer Grabung neben alten Silbermünzen auch Knochen unbekannter Herkunft gefunden.
Inspector Jimmy Perez ist Whalsay unheimlich. Kein Wunder, dass er bei seinen Befragungen auf Granit stößt. Bis sich herausstellt, dass praktisch jeder von dem legendenumwobenen «Shetland Bus» wusste, einem Partisanen-Netzwerk während des Zweiten Weltkriegs, als Norwegen von den Deutschen besetzt war. Damals wurden mit kleinen Booten, die auf Whalsay gebaut worden waren, Flüchtlinge aus Norwegen heraus- bzw. Agenten ins Land hineingebracht. Ein Mann bezahlte offenbar damals seinen Mut – oder seinen Leichtsinn – mit dem Leben …
«Jeder Geheimdienst fußt auf dem stillschweigenden Versprechen: Wir halten euch die Treue. Wir werden euch nie verraten, euch niemals dem Feind ausliefern …» Das ist nicht nur beim CIA in Langley Gesetz. Und doch ist diese Maxime schon in Zeiten normalen Geschäftsverlaufs gelogen; in Phasen dramatischer Umwälzungen wie jener im Iran, als der Schah ins Exil gejagt wurde und der zurückgekehrte geistliche Führer Ayatollah Khomeini die Basis der Mullah-Diktatur legte, blamieren sich solche Versprechen als tönerne Phrasen, als nackter Zynismus.
Einen Tag nach der Vertreibung des Schahs beendete die Harvard-Absolventin Anna Barnes ihren Crashkurs bei der CIA. Im Plan des CIA-Veteranen Edward Stone soll sie eine zentrale Rolle spielen; Harakiri-Operationen sind geradezu das Markenzeichen von Stone, der sich seinen Ruf als Agency-Hardliner an allen Fronten des Kalten Krieges redlich erworben hat. Doch dieses Mal überspannt er den Bogen: Beim Versuch, durch eine Politik gezielter Nadelstiche die südlichen Sowjetrepubliken im Kaukasus zu destabilisieren, zerreißt das Netzwerk der Agency. Nicht alle werden Stones Alleingang überleben …
David Ignatius,, Herausgeber der Washington Post und anerkannter Spezialist für CIA-Operationen im Nahen Osten, erzählt in seinem Thriller mit gewohnt lässiger Souveränität die Geschichte eines politisch hochbrisanten Komplotts.
Es geschah im Morgengrauen des 19. Oktober 1941 in der Liebigstraße im Frankfurter Westend. Bewaffnete Uniformierte schleppten die Eltern des zwölfjährigen Georg aus dem Haus. Er sollte sie nie mehr wiedersehen. Vierundsechzig lange Jahre folgten, in denen er alles, was in jener Nacht geschah, in sich auszulöschen versuchte.
Mai 2005, Paris. Als nach sechzig Jahren ein an ihn adressierter Brief aus Auschwitz auftaucht, bricht für Georges, wie er sich seit seiner Flucht nach Frankreich nennt, eine Welt zusammen. Der Absender: Georges’ Vater, der vermutlich in den letzten Kriegstagen in Auschwitz ermordet wurde. Der Inhalt des Päckchens: Das Geheimnis einer Sommernacht, die Partitur einer verschwundenen Operette von Jacques Offenbach.
Kurz darauf werden in Frankfurt auf einem Restaurantboot fünf Menschen kaltblütig exekutiert, und eine französische Journalistin verschwindet spurlos im Taunus. Kommissar Robert Marthaler steht vor einem Rätsel – alle Spuren scheinen ins Nichts zu laufen. Es dauert lange, bis den Kriminalisten klar ist, dass die Spur wirklich nach Auschwitz führt, zu barbarischen Menschenversuchen im KZ. Zu kaltblütigen Mördern, deren Seilschaften auch Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges noch immer funktionieren wie geschmiert …
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