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Geschenkt! Wissen & Wissenschaft

© Matrix Buchkonzepte, Ch. Modi & M. Orlowski


  

STEPHEN HAWKING: DER GROSSE ENTWURF

«Wir existieren nur kurze Zeit und erforschen in dieser Zeit nur einen kleinen Teil des Universums. Doch der Mensch ist eine neugierige Spezies. Wir staunen und suchen nach Antworten. Da die Menschen nun einmal in dieser riesigen, mal gütigen, mal grausamen Welt leben und in den unermesslichen Himmel über ihnen blicken, stellen sie sich von jeher eine Fülle von Fragen. Wie können wir die Welt verstehen, in der wir leben? Wie verhält sich das Universum? Was ist das Wesen der Wirklichkeit? Woher kommt das alles? Braucht das Universum einen Schöpfer?» (Stephen Hawking)

In Der große Entwurf schlägt der Jahrhundertphysiker einen ungewöhnlichen Weg vor, wie sich die widerstreitenden Theorien über Relativität und Quantenphysik zusammenfügen lassen. Für Hawking wäre dann bewiesen, was er heute nur vermuten kann: dass sich das Universum selbst erschaffen hat. Im Lichte von 40 Jahren eigener Forschung und mit Blick auf die bahnbrechenden astronomischen Entdeckungen und theoretischen Durchbrüche der letzten Jahre präsentiert Der große Entwurf eine aufregend neue und provokative Theorie über Ursprung und die Entwicklung des Universums. In seiner klaren, eleganten und bilderreichen Sprache unternimmt es Hawking gemeinsam mit Leonard Mlodinow, uns Antworten zu geben auf die ersten und letzten Fragen unserer Existenz.


CHRISTOPH DRÖSSER: DER PHYSIK-VERFÜHRER

Eines wird uns hier schnell klar: Physik kann ganz schön sexy sein. Siehe Richard Feynman: «Physik ist wie Sex. Manchmal kommt etwas Nützliches dabei heraus. Aber deshalb betreiben wir sie nicht.» Christoph Drösser, Redakteur im Ressort Wissen der ZEIT und dort jahrelang u.a. für die erfolgreiche Kolumne Stimmt’s? zuständig, kennt sich als studierter Mathematiker nicht nur in seinem angestammten Revier blendend aus. Nach seinem Bestseller Der Mathematikverführer und der inspirierenden Studie Hast du Töne? Warum wir alle musikalisch sind nimmt er uns in seinem Physikverführer in vierzehn Kapiteln mit auf eine spannende, witzige Reise zu den faszinierendsten Phänomenen der Physik.

Siehe etwa Kapitel 3: «Die Kraft der zwei Pferde oder Zerreißprobe für blaue Hosen.» Um was es da geht? «Das Logo der Jeansmarke Levi’s ist weltberühmt: Zwei Pferde schaffen es nicht, eine Hose zu zerreißen. Aber sind zwei Pferde tatsächlich stärker als eines?» Oder, anderes Beispiel, Kapitel 9: «Die Party oder Quatsch mit langen Strohhalmen». Hier geht’s um einen physikalisch interessanten Partygag: «Zwei Kinder versuchen, mit einem extra langen Strohhalm Limonade und Sangria in den dritten Stock hinaufzusaugen. Kann das funktionieren – oder gibt es ein «Sauglimit für Flüssigkeiten»? Pflichtlektüre für alle, die nicht glauben, dass Naturwissenschaft Spaß machen kann.



DANIEL HOPE: WANN DARF ICH KLATSCHEN?

Kann es sein, dass der klassische Konzertbetrieb selbst die Schwellenangst produziert, die viele Musik liebende Menschen abhält, das live erleben zu wollen, was sie zu Hause vor der Stereoanlage voller Genuss hören? Der südafrikanisch-britische Stargeiger Daniel Hope ist davon überzeugt. Sein Buch Wann darf ich klatschen?, das er zusammen mit Wolfgang Knauer, dem ehemaligen Chef des Kulturprogramms im NDR-Rundfunk, verfasst hat, geht diese Schwellenangst vor dem Livegenuss von klassischer Musik im Konzertsaal an. Hier wird wirklich (fast) alles erklärt, was man sich als halbwegs gebildeter Mensch eigentlich nicht zu fragen traut. Und am Ende heißt es: Jetzt ab ins Konzert!

Hope geht die Sache unprätentiös, lässig und doch immer ernsthaft an. Sein Blick hinter die Kulissen des klassischen Konzertbetriebs ist so reizvoll, weil hier nicht vom Katheder des erschlagenden Wissens doziert, sondern im Stile gut gelaunter Musikflaneure erklärt wird, was zu erklären ist. Zum Beispiel: Weshalb werden die Instrumente nach dem Oboen-Ton gestimmt? Wieso gibt der Dirigent zu Beginn nur dem Konzertmeister die Hand? Muss es der Frack als Dienstkleidung der männlichen Orchestermitglieder sein? Wo ist der beste Platz im Saal? Ist es ein Drama, wenn der Geigerin eine Saite reißt? Wird man schief angeschaut, wenn man in Räuberzivil statt im Sonntagsfrack ins Konzert geht? Und überhaupt: Muss man Musik verstehen, um sie genießen zu können?



WOLF SCHNEIDER: DEUTSCH FÜR JUNGE PROFIS

Wolf Schneider, als «Lehrmeister der guten Sprache» (FAZ) und «Seniorchef der deutschen Sprachkultur» (Der Spiegel) gerühmt, hat Generationen angehender Journalisten im Umgang mit ihrem vornehmsten Arbeitsmittel geschult: einem «anschaulichen, saftigen, eleganten Deutsch». Er mokiert sich über metaphorischen Extremnonsense, zerfleddert Groteskes im Beamten-, Marketing-, Politiker und Wissenschaftsdeutsch und wirft sich mit heiligem Zorn auf die mächtige Allianz der Sprachverhunzer. Insbesondere auf jene Spezies, die uns noch die dämlichsten Anglizismen als der Moderne letzten Schrei andrehen möchten. Anders gesagt: Speak German! Nothing beats it …

Deutsch für junge Profis ist das Handbuch des guten Stils für die Welt von heute; im Zeitalter von Mails, Blogs und Twitter sind die Kommunikationsformen ziemlich unübersichtlich geworden. «Was ein guter, starker Satz ist – das hat sich in tausend Jahren nicht geändert. Es gilt für die Bibel und den Blog, den Zeitungsartikel wie den Geschäftsbericht.» Mit seinem neuen Buch wendet sich Deutschlands Stilkritiker Nr. 1 an junge Textprofis, die vor allem eines möchten (und müssen): Leser erreichen. In 32 kleinen Lektionen kann, wer will, hier das Wichtigste über das Schreiben guter, schöner, lesbarer Texte lernen.



DAVID BAKER/TODD RATCLIFF: EXTREME ORTE

Okay, über zu wenig Sonne konnten wir uns im Hochsommer nicht gerade beklagen. Aber was ist dieses bisschen Hitze schon gegen den Uranus? Dort ist einundzwanzig Jahre lang wilder heißer Sommer! Ganz anders dagegen die Verhältnisse auf dem Merkur. Obwohl er vergleichsweise nahe an der Sonne durch die unendlichen Weiten kreiselt, ist er eine einzige Eishölle. Die Venus ist ein Turbo-Treibhaus, glühend heiße Superblitze erleuchten den Saturn – und der Mars ist Hausherr eines unglaublichen Bergs, 27 Kilometer hoch! «Und was sähen wir, wenn wir durch Jupiters Großen Roten Fleck flögen? Gibt es auf dem Titan Sturzfluten aus Methan? Lässt sich irgendetwas in unserem Sonnensystem mit der heftigen Vulkanaktivität auf Io vergleichen?»

Es sind diese Extreme, die David Baker und Todd Ratcliff interessieren. In unserem Sonnensystem wimmelt es nur so von ausgefallenen Orten. Hinreisen, um diese mit eigenen Augen zu bestaunen, ist aus nachvollziehbaren Orten (derzeit) so gut wie unmöglich. Schön also, dass es diesen opulent bebilderten Band gibt. Eine unvergessliche Sightseeing-Tour zu den verrücktesten, schönsten, erschreckendsten Sehenswürdigkeiten jenseits unserer guten alten Mutter Erde erwartet uns. Nichts wie hin!


IAN STEWART: PROFESSOR STEWARTS MATHEMATISCHES KURIOSITÄTENKABINETT

In der Schule haben Sie Mathe gehasst? Hier werden Sie das Rechnen, Knobeln und Kombinieren lieben! Denn Ian Stewart, Großbritanniens beliebtester Mathematik-Professor (und Mitglied der Royal Society), verfügt wie kein zweiter über die Gabe, Wissenschaft zu popularisieren. Man kann den schlauen Gelehrten mit Fug und Recht als Spielkind bezeichnet.

Seit seinem 14. Lebensjahr füllt er Kladde auf Kladde mit all dem, was in der Schul- und universitären Mathematik (in der Regel) nicht vorkommt: ein hinreißendes Sammelsurium von Spielen und Rätseln, Kartentricks und Puzzles, Anekdoten über gelöste und ungelöste Fälle und berühmte Denker seiner Zunft. Und weil, wie Professor Stewart betont, ein Sammelsurium eben ein Sammelsurium sei, gibt es in seinem Buch keine Ordnung, die strikt eingehalten werden muss, kein empfohlenes Von-hier-nach-Dort. Lassen Sie sich treiben und vergnügen Sie sich: Das ist Mathematik zum Genießen! Klar, man kann sich auch an Fermats letztem Satz und den Penrose-Mustern die Zähne ausbeißen. Muss man aber nicht. Weil es auch leichte und dennoch verblüffende mathematische Übungen gibt, wahre Kabinettstückchen, um in der Schule an der Tafel, zu Hause am Küchentisch oder bei Blufferpartys zu brillieren. Goldener Schnitt, magisches Dreieck, Pi, Quadratzahlquadrate, gordische Knoten, windige Würfel, haufenweise Kacheln – alles drin, alles dran.