Die Bestellung unserer E-Books ist momentan aus technischen Gründen nicht möglich.

Artikelempfehlung versenden

E-Mail-Adresse des Empfängers*

Wenn Sie mit der Empfehlung dieses Titels eine Nachricht an den Empfänger versenden wollen, tragen Sie den Text bitte hier ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse*

(* = Pflichtfelder)

Geschenkt! Schlau & Lustig

© Matrix Buchkonzepte, Ch. Modi & M. Orlowski

STEPHAN SERIN: FÖHN MICH NICHT ZU

Was müssen Lehrer sich heutzutage nicht alles anhören! Faule Säcke seien sie, Weltmeister im Langzeiturlauben – und als Beamte «in Zeiten wie diesen» geradezu obszön gut abgesichert. All das war auch dem jungen Lehramtsanwärter S. nicht unbekannt, als er im August 2007 sein Referendariat an der Werner-Heisenberg-Schule in Berlin-Mitte antrat. «Ein ganzer Berufsstand ist in Orientierungs- und Rechtfertigungsnot», stellt die Süddeutsche Zeitung treffend fest. Da kommt dieses Buch gerade recht. In «Föhn mich nicht zu» porträtiert Stephan Serin die neue «Generation Doof» – und beschreibt sein Aufbäumen gegen die Absurditäten des Schulalltags mit Sprachwitz und Selbstironie.

Manches von dem, was wir hier aus dem Tollhaus Schule hören, klingt wie bestes Kabarett. Speziell die Charakterisierung des sprachliche Niveaus seines Klientels lässt einen laut auflachen – und ungläubig zurück. Was wie Gangsta-Rap aus der Bronx klingt, ist gymnasialer (!) Umgangston in Berlin-Mitte: «Hast du U-Bahn? – Hab Bus!– Binisch auch Bus. – Weißdu gestern? – Nee, weiß nich. – Musstu wissen gestern. – Isch? – Musstu wissen. – Was? – Gestern. Isch bin U-Bahn. Isch kein Fahrschein …» usw. usf. Was ist das? Restringierter Code? Babylonische Sprachverwirrung? Oder maximale Sprachökonomie durch Weglassen überflüssiger Sachen wie Verben, Personalpronomina etc.? Von Luxusdingen wie Sinn und Semantik mal ganz zu schweigen ... Würden sprachliche Umerziehungscamps helfen?, fragt sich Stephan Serin. Eher nicht, leider …


DIETER MOOR: WAS WIR NICHT HABEN, BRAUCHEN SIE NICHT

Ein Mann sitzt in einem großen 50-Tonner und schleppt seinen halben Hausstand und noch einiges mehr Richtung Amerika (so wird das Dorf genannt, in das er mit seiner Frau leben will). Mit an Bord: die beiden Berner Sennenhunde Momo und Zora. Ein paar Hundert Kilometer von den Voralpen in die Mark Brandenburg: eine Tortur, ein Vorstoß in die Fremde. Der Mann ist kein Unbekannter: Dieter Moor, Moderator des ARD-Kulturmagzins ttt – titel, thesen, temperamente. Moor und seine Frau Sonja, eine Filmproduzentin, haben sich einen Traum verwirklicht: Sie haben auf dem platten Land im Nordosten von Berlin einen Biobauernhof aufgebaut.

Was um Himmels willen aber treibt eine Österreicherin und einen Schweizer, beide prominente Medienmenschen, ausgerechnet in Deutschlands Osten? Wieso verlassen sie ihren idyllischen kleinen Hof in den Bergen nahe Zürich, um sich in einem Landstrich anzusiedeln, den die meisten Wessis mit trostloser Einöde, verbitterten Bewohner und dumpfem Fremdenhass in Verbindung bringen? Wer Dieter Moors wunderbaren Expeditionsbericht nach «Dunkeldeutschland» – Untertitel: Geschichten aus der arschlochfreien Zone – liest, lernt eines ganz sicher: Dass es sich lohnt, an seinem Traum gegen alle Schwierigkeiten festzuhalten. Und das vieles zum Glück ganz anders ist, als es auf den ersten Blick ausschaut.

DR. WORT: KLAPPE ZU, AFFE TOT

Wissen Sie, wann und wie der Otto Normalverbraucher Einzug in unsere Alltagssprache gehalten hat? Oder warum der Hund in der Pfanne verrückt wird, Sie wieder mal nur Bahnhof verstehen und vor lauter semantischen Fallen in die Bredouille geraten? Damit wir nicht den Faden verlieren, einen Föhn kriegen oder in alle möglichen Fettnäpfchen treten, können wir uns nun kompetent kundig machen über die Herkunft der bekanntesten Redewendungen.

Jochen Krause hat als Dr. Wort täglich in der Sendung «Guten Morgen Niedersachsen» auf radio ffn Wörter und Redewendungen der deutschen Sprache erklärt; in Klappe zu, Affe tot können wir sie endlich nachlesen. Manche Beiträge sind so entzückend, dass man unwillkürlich grinsen muss wie ein Honigkuchenpferd und sich wie ein Schneekönig freut: Einen Sockenschuss haben, Schmiere stehen, verflixt und zugenäht, die beleidigte Leberwurst spielen, einen Zacken zulegen, êinmal quer durchs Alphabet von A bis Z – deutsche Redewendungen, auf Herz und Nieren geprüft. Wem all diese sprachlichen Finessen Jacke wie Hose sind, für den ist dieses Buch verlorene Liebesmüh’. Für den gilt auch weiterhin, quasi bis er den Löffel abgibt: Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.


HELGE TIMMERBERG: DER JESUS VOM SEXSHOP

In Bielefeld mochte er nicht bleiben, mit siebzehn zog es ihn hinaus. Seither, seit vier Jahrzehnten, ist er unterwegs von Kontinent zu Kontinent. Entstanden ist daraus ein Abenteuerbuch, das seinesgleichen sucht: lustig, lebensnah und packend bis zur letzten Seite. Der Jesus vom Sexshop – Timmerberg at his best!

Angefangen hatte alles für den jungen Herrn Timmerberg mit einem Rausschmiss. 1970 gab es für einen 17-Jährigen Aussteiger wie ihn nur ein Reiseziel: Indien. Zunächst Richtung Türkei, dann durchs wilde Kurdistan. Dummerweise hatte er ein paar Joints zu viel geraucht, als in jenem Kleinbus ein klarer Kopf ähnlich vonnöten gewesen wäre wie Sicherheitsgurte und ABS; der Fehler war fatal: «Ich begann mit den mitreisenden Moslems ein Gespräch über Mohammed, den Propheten. Eigentlich begannen sie damit. Sie wollten wissen, was ich über ihn denke, und ich hatte gerade ein enorm psychedelisches Jahr hinter mir, in dem ich unter Einfluß von LSD Hermann Hesse gelesen hatte, und antwortete in einem Englisch, das dem ihren nicht so unverwandt war: «Mohammed, holy man. But Jesus same, same. And same, same auch Buddha. We all same, same. Understand?» Achtkantig flog der langhaarige Gottesnivellierer aus dem Minibus, hinaus in den Tiefschnee, wo die Wölfe warteten. Der junge Mann rannte um sein Leben und von einer Malaise in die nächste. Und so (oder so ähnlich) ist er der berühmte Reiseschriftsteller geworden, der er heute ist …


THORSTEN HAVENER: DENKEN SIE NICHT AN EINEN BLAUEN ELEFANTEN

Er sieht Dinge, die anderen verborgen bleiben. Er besitzt Fähigkeiten, die anderen unheimlich sind. Ein paar Referenzen gefällig? «Thorsten Havener guckt in die Gehirne fremder Menschen!» (Bild) «Havener ist eine Sensation.» (Süddeutsche Zeitung) «Die Gedanken sind frei? Nicht, wenn Thorsten Havener in der Nähe ist.» (TV Spielfilm) «Ich habe keine Erklärung für dieses Phänomen.» (Wigald Boning, Comedian). Er ist der Mann, der Johannes B. Kerner fassungslos, Stefan Raab sprachlos und Jürgen Drews Angst machte. Millionen von Zuschauern fasziniert er in der Sat.1-Show Der Gedankenleser. Talkshow-Macher reißen sich um ihn, Veranstalter von Galaevents und Managementseminaren ebenso. Keine Überraschung, dass sein Buch Ich weiß, was du denkst (rororo 62520) zum Bestseller avancierte.

Mit Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten präsentiert er gemeinsam mit dem Arzt und Gesundheitsexperten Dr. med. Michael Spitzbart einen spannenden Reiseführer durch die geheimnisvolle Welt der Gedanken. «Sie werden viele der Methoden kennenlernen, mit denen ich auf Tourneen, bei Vorträgen und in großen Talkshows Menschen verblüfft und mein Publikum begeistert habe. Ich zeige Ihnen Wege, wie Sie innerhalb kürzester Zeit geistig fit und konzentriert sein werden und andere durch ihre mentalen Fähigkeiten in Erstaunen versetzen können. Glauben Sie mir: Alle diese Strategien funktionieren, ohne dass Sie auch nur über einen Hauch von übersinnlicher Fähigkeit verfügen.».



DIETMAR BITTRICH: 1000 ORTE, DIE SIE KNICKEN KÖNNEN

Er ist der Mann, der Bücher mit Titeln wie Das Gummibärchen-Orakel der Liebe, Das Weihnachtshasser-Buch oder Achtung, Gutmenschen! schreibt (allesamt bei rororo). In seinem neuen Opus macht Dietmar Bittrich Menschen mit einem Faible fürs Reisen (also eigentlich uns allen) 1000 Orte madig – Länder, Städte, Regionen, Sehenswürdigkeiten. Und immer lautet das Urteil: Kannst du knicken. Musst du nicht hin. Ein erklärtes Miesmacher-Buch also. Was sagt man dazu?! Zum Beispiel dass es hinreißend lustig ist, weil es einem die Lachtränen in die Augen treibt. Dass man es Menschen schenken sollte, die meinen, draußen in der weiten Welt sei es so viel aufregender als hier (zum Beispiel in Bielefeld). Und auch jenen anderen, die touristisch längst die Reißleine gezogen haben und sich zum Urlauben in die innere Emigration zurückziehen, nach Balkonien oder in den Schrebergarten.

Übrigens sollten Sie nicht meinen, hier würden nur irgendwelche gehypten touristischen Spezialdestinationen niedergemacht. Das schweineteure Wellness-Resort im tiefsten Dschungel von Kambodscha etwa, die frisch entdeckte Grabkammer eines Maya-Fürsten, der Survival-Trip auf der Seidenstraße für Manager und sonstige High-Performer. Nein, hier werden die beliebtesten Reisezielen von uns Ottonormal-Touristen in die Tonne getreten: Venedig/Markusplatz. Paris: Montmartre, Diana-Tunnel, Champs-Élysées. Kopenhagen: Tivoli, Louisenholm. London (komplett). Blaue Moschee, Ronda, Akropolis, Abu Simbel, Machu Picchu, Copacabana etc.pp. Schöne Reise auch!



HERBERT KNEBEL: JETZT WO INNE VERGANGENHEIT DIE ZUKUNFT WAR

«Boh glaubse ey, da krisse echt’n Hals!» Wenn Frührentner Herbert Knebel loslegt und über Gott, die Welt und seine Frau Guste schwadroniert, bleibt keine Alltagsweisheit ungesagt und kein Auge trocken. Dem Ruhrpott-Komiker Uwe Lyko ist mit seinem Knebel eine Figur gelungen, die seit fast anderthalb Jahrzehnten zur Stammbesetzung der Mitternachtsspitzen im Alten Wartesaal zu Kölle zählt. Riesige schwarze Hornbrille, Helmut-Schmidt-Mütze, Jacke und Hochwasserhose von Rudis Resterampe und Sprüche, glaubse echt nich. Das Beste & Allerbeste vom Nörgelopa «Hebbet» in einem prachtvollen rororo-Band: mit Kreuzworträtsel, Tipps für jede Lebenslage und richtiger Lürick. Da freut sich der Knebel: «Mein Gott, wat is dat en schönes Buch geworden! En richtiges Superbuch!»

«Wenn einer schlecht über meine Frau redet, dann bin ich das», stellt Knebel sofort mal klar. Und «Zack, ist sie da, die Ehekrise am verflixten siebten Tag …». Aber bei aller Krittelei und Nölerei; den Hebbet und seine Guste bringt nix auseinander, die können nich immer gut miteinander, aber die können auch nicht ohneeinander. Aber nicht nur Guste nervt, auch die Enkelkinder Jackeline und Marzel, die Nachbarn und die döspaddeligen Politiker sowieso. Kurz: 73 Episoden, außerdem ein Vorwort und ein Nachwort «von mir selbs»: Wer hier nichts zu lachen hat, der hat wirklich nichts zu lachen.