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Geschenkt! Kinder- & Jugendbuch

© Matrix Buchkonzepte, Ch. Modi & M. Orlowski

JAN WEILER: MAX IM SCHNEE

Max ist sechs Jahre alt, und wer selber einmal sechs war, wird bestätigen, dass man in diesem Alter ständig was zu tun hat. Nicht alles davon gefällt den Eltern (oder der älteren Schwester, die in Max’ Fall Therese heißt). Max findet es komisch, dass er noch so klein ist. Zu klein zumindest, um ohne Probleme an den Kakao dranzukommen. Den hat seine Mutter auf das Bord in der Küche gestellt, also so hoch, dass Max über mehrere Schubladen des Küchenschranks hinweg hochturnen muss, bis er endlich an seinen heiß geliebten Kakao kommt. Irgendwie ist das ganze Leben ein Abenteuer, findet Max. Manche Dinge, die er tut, sind ganz schön mutig. Oder tolldreist. Oder … komisch.

Im zweiten Max-Buch geht es um Winter und Weihnachten, Sankt Martin und Nikolaus, Eisblitze und Aliens, Heiligabend und Silvesterböller. Eine feine Zeit, zumindest für ein paar Wochen. Aber irgendwann, findet Max, ist es auch gut mit dem Winter. Der Schnee ist nur noch matschig und fies, bis zum Eiersuchen an Ostern dauert es noch endlos lang. «Eins stimmt wirklich, also ich liebe den Sommer fast noch mehr als den Winter, das könnt ihr mir glauben, mir: dem Max.»


BEN BECKER: BRUNOS WEIHNACHTEN

Was denn jetzt, fragt sich Bruno. Mit ungewaschenen Haaren hat er alle verrückt gemacht, seine Mutter ebenso wie seine Oma und die Lehrer. Und nun, wo er seine Haare wie nie zuvor in seinem Leben mit dieser wunderschönen gift-, gras- oder froschgrünen Seife geschrubbt hat, ist die Aufregung noch viel größer. Spinnen denn jetzt alle komplett?! Wie aus Bruno der Junge mit den grünen Haaren wurde, hat der Schauspieler Ben Becker in seinem – von Annette Swoboda hinreißend illustrierten – ersten Kinderbuch erzählt.

Im zweiten Band erleben wir Brunos Weihnachten. Dieser Knabe, das muss man sagen, hat einen eigenen Kopf. Nicht starrsinnig ist er, nein – eigensinnig. Sehr eigensinnig. Dass muss auch sein Onkel leidvoll erfahren, der als Jäger im Wald wohnt. Denn wenn Bruno auf die Pirsch geht, gibt’s für Jäger nichts zu lachen. Und die Rehe können sich weiterhin ihres Lebens erfreuen … An Weihnachten schlüpft Bruno mit seinem grünen Haarschopf dann in eine wahre Paraderolle: als kleiner Weihnachtsbaum. Und dann heißt es ganz sicher nicht «Stille Nacht, heilige Nacht …»


HORTENSE & ALLYSSA ULLRICH: SCHLAFLOS IN HAMBURG

Dies ist ein Buch für Mütter mit Töchtern. Vor allem aber ist es ein Buch für Töchter mit Müttern, die nicht loslassen können. Allyssa Ullrich, in New York geboren und im Alter von sieben Jahren nach Bremen gezogen, studiert inzwischen Medienwirtschaft. In ihrem lustigen und charmanten Roman Schlaflos in Hamburg erzählt sie von ihren Schwierigkeiten, sich von Hause zu lösen und endlich auf eigenen Füßen zu stehen. Kommentiert wird das Ganze von ihrer Mutter, der Schriftstellerin Hortense Ullrich (viele ihrer Romane sind bei rotfuchs erschienen).

So oder ähnlich wird es sich also wohl zugetragen haben: mit dem Suchen und Finden von Allyssas Studentenbude, mit dem Renovieren und Einrichten, dem Einkaufen und dem ganzen Chaos drumherum. Und vor allem mit den ständigen Einmischungen der besorgten Mama … Hatte sie ihr nicht klar und eindeutig gesagt: «Keine guten Ratschläge, keine Anweisungen mehr, wie ich mein Leben gestalten soll, okay? Kriegst du das hin?» Kriegt sie natürlich nicht hin, nicht einmal ansatzweise. Nichts bleibt mütterlicherseits ungesehen, nichts unkommentiert: vom tropfenden Koffer (jawohl!) und den zig frustrierenden Wohnungsbesichtigungen bis zur Rundummöblierung dank Ikea, vom Suchen und Finden einer Mitbewohnerin (Stella!) bis zu den Einkaufs-, Aufräum- und Putzverweigerungsexzessen: Mama Ullrich hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Und – sie ist eine arg meinungsstarke Person …


CORY DOCTOROW: LITTLE BROTHER

«Ich gehe in die Oberstufe der Cesar Chavez High im sonnigen Mission-Viertel von San Francisco, und das macht mich zu einem der meistüberwachten Menschen der Welt. Ich heiße Marcus Yallow, aber zu der Zeit, als diese Geschichte losging, lief ich unter w1n5ton. Gesprochen ‹Winston›.»

Terroranschlag in San Francisco. Tausende sterben, als die Oakland Bay Bridge in die Luft gesprengt wird. Für die amerikanische Heimatschutzbehörde DHS der Anlass, individuelle Freiheitsrechte unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung auf breiter Front abzuschaffen. Wie viele andere sind Marcus und seine Gamer-Freunde Van, Darryl und Jolu an diesem Tag zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie werden verhaftet und nach Treasure Island verschleppt. Dort werden sie tagelang verhört, schikaniert, gedemütigt. Als sie wieder freikommen, hat sich San Francisco in eine Zone totaler Überwachung verwandelt. Aber Marcus ist nicht bereit, zu Kreuze zu kriechen. Mit Hilfe von Xbox und Xnet beginnen er und seine Mitverschwörer mit der Sabotage der staatlichen Überwachung. Aus einer punktuellen Revolte wird ein Flächenbrand ...
Cory Doctorow zählt in den USA zu den bekanntesten Internetaktivisten. Er ist seit vielen Jahren bei der Online-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation engagiert. Sein Thriller Little Brother ist toller Lesestoff! Ungemein spannend, klug – und politisch hochaktuell.


STEFFI VON WOLFF: AUSGEZOGEN

Vier Mädchen auf dem Weg ins Leben. Julia, Nicole, Saskia und Kim haben ihr Abi in der Tasche und beschließen, sich in Hamburg eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Eine Mädchen-WG, ein Girl’s Camp, juchhu, zu dem Männer definitiv keinen Zutritt haben sollen! Kaum zu glauben, aber sie finden tatsächlich eine Wohnung, von der sie nicht einmal zu träumen wagten: groß, hell, mit Spülmaschine, einem Bad mit Wanne und einem wunderschönen Garten; sogar finanzierbar ist der Glücksgriff. Da muss einfach ein Haken sein: nur welcher …?

Bald haben sie ein mittleres Sortiment an Haken und Häkchen gefunden. Das Leben ist kein Wunschkonzert (und auch kein Fleischsalat, sagt man so?).Und wie war das noch mal mit den Jungs??!! Kein Mann im Leben unserer vier WG-Grünschnäbel? Pustekuchen! Kleiner Vorgriff gefällig: Julia … findet Sebastian. Kim … kommt an Jupp nicht vorbei. Nicole … kann Jan nicht widerstehen. Und Saskia … ist wegen Alex hin und weg. So viel zum Mädchen-Zölibat!


STEVE FEASEY: CHANGELING

Was ist nur in dieser Nacht passiert? Der 14-jährige Trey Laporte kann sich an nichts mehr erinnern. Als er mit schmerzverzerrtem Gesicht die Augen öffnet, kann er kaum glauben, was er sieht: Sein Zimmer im Erziehungsheim von Apple Grove ist verwüstet, ihm selbst tut jeder einzelne Muskel weh, er kann kaum schlucken. Ein schwer zu identifizierender ölig-metallischer Geruch liegt in der Luft. Heimleiter Colin Wallington ist stinksauer auf Trey, er bezichtigt ihn des Vandalismus und droht, ihn in den berüchtigten «Kessel» im Zentrum für Jugendpsychiatrie zu stecken. Davor rettet ihn ein geheimnisvoller Fremder, der sich als sein Onkel ausgibt, ein Mann mit Augen, in denen es wie Feuer lodert: Lucien Charron. Gemeinsam verlassen die beiden das Heim – wenig später wird es in Flammen aufgehen …

Was er in den kommenden Tagen von Lucien erfährt, raubt dem Jungen fast den Verstand. «Ich bin ein Vampir, Trey. Ein Nachtwesen. Ein Untoter. Ein Wesen aus der Unterwelt.» Treys Vater ist im Kampf gegen «das Böse», gegen Schmerz, Schmutz und Elend gefallen – in einem Kampf, der mit unvorstellbarer Gewalt ausgefochten wird. Und Trey wird ein Teil davon sein … weil er ein Werwolf ist, der letzte reinrassige Werwolf auf der Welt. Plötzlich fällt es Trey wie Schuppen von den Augen: Die letzte Nacht im Heim, die Verwüstung, die fremden, farbigen Gerüche. Nun kommt alles darauf an, dass Trey lernt, seine Wolfsnatur zu kontrollieren …