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JONATHAN FRANZEN: FREIHEIT
Ein meisterhafter Familienroman und zugleich das Porträt einer desaströsen Dekade US-amerikanischer Weltmachtpolitik. Mit Freiheit, dem ersten Roman nach seinem Welterfolg Die Korrekturen, etabliert sich Jonathan Franzen als der «Chronist seiner Epoche» (Frankfurter Rundschau). Freiheit – das ist die Geschichte von Patty und Walter Berglund, liberale Vorzeigeeltern und Umweltpioniere in ihrer selbstrenovierten viktorianischen Villa in St. Paul, Missouri. Die Familie als Schlachtfeld: Wie Jonathan Franzen das Berglundsche Familienidyll erst feine Risse durchziehen lässt, ehe alles zusammenbricht – das ist große Erzählkunst.
«Das Meisterwerk unserer Zeit.» (Die Welt) «Ein umwerfend unerbittliches Porträt der amerikanischen Mittelschicht in den George-W.-Bush-Jahren nach dem 11. September» (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). «Nehmen Sie diesen Roman nur zur Hand, wenn Sie zwei zusammenhängende Tage freihaben. Dieses Buch macht süchtig.» (Cicero)
PAUL AUSTER: UNSICHTBAR
New York 1967: zwei Männer, eine Frau, eine dramatische Konfrontation – eine abgründig schillernde amour fou, ein Liebesspiel mit dem Feuer … Niemand entzieht dem Leser so virtuos den Boden unter den Füßen wie Paul Auster, der «Zeremonienmeister des Zufalls» (FAZ). Als Leser werden wir Zeuge eines teuflischen Spiels von Verführung und Verrat, Liebe und Lüge.
«Unsichtbar ist Austers bislang bestes und tiefstes Buch (...) schlank, flüssig und geradezu plot-driven. Tatsächlich handelt der Roman, der sich perfekt mit dem Kolorit des sechziger Jahre – Martini-Moderne und Pariser Juliette-Gréco-Bohème – geschminkt hat, von der Gegenwart. Wieder verkommt das Land, weil Amerika gebannt in den Spiegel starrt. Paul Auster hat das vorausgesehen, indem er zurückblickt.» (Süddeutsche Zeitung)
SIRI HUSTVEDT: DIE ZITTERNDE FRAU
2003 starb Siri Hustvedts Vater in einem Pflegeheim in Northfield, Minnesota, an einem Lungenemphysem. Wenige Tage vor seinem Tod hatte sie ihn besucht, danach von Brooklyn aus noch einmal mit ihm telefoniert. Bei seiner Beerdigung hält sie eine Grabrede, «mit fester Stimme, ohne Tränen», es war der Wunsch ihres Vaters. Zweieinhalb Jahre später tritt sie auf dem Campus des St. Olaf College in seiner Heimatstadt auf, wo Lloyd Hustvedt lange gelehrt hatte: eine weitere Rede zu Ehren ihres Vaters. Da passiert es zum ersten Mal, dass sich ein unkontrollierbares Zittern ihrer bemächtigte.
Seither beschäftigt sich die New Yorker Schriftstellerin mit dem Phänomen: das heikle Eigenleben ihrer Nerven, das komplexe Wechselspiel von Geist, Psyche und Körper, schließlich die Frage aller Fragen: Woher kommen wir, wohin gehen wir, wer sind wir? Die zitternde Frau ist Siri Hustvedts persönlichstes Buch: das beeindruckende Dokument einer Suche nach dem, was uns im Innersten zusammenhält.
«Siri Hustvedt beweist trotz oder gerade angesichts des autobiografischen Themas einmal mehr, was für eine großartige Erzählerin sie ist.» (Süddeutsche Zeitung)
THOMAS PYNCHON: NATÜRLICHE MÄNGEL
Ein Typen wie Larry, genannt Doc Sportello, passt perfekt ins Anforderungsprofil eines Thomas-Pynchon-Romans. Es ist weniger der über der Megalopolis Los Angeles wabernde Smog im Frühjahr 1970, der Doc den Durchblick raubt, sondern die vielen Joints, die ihm als tägliches Rüstzeug dienen. So richtig gut läuft es für den weißen Privatdetektiv mit Afrolook und halluzinogenem Ermittlerstil nämlich gerade nicht. Wer wacht schon gern neben einer Leiche auf? Außerdem ist es ganz unschön, dass neben der Leiche und dem Marihuana-Marlowe bereits ein Bulle namens Bjornsen wartet. Bigfoot Bjornsen eilt der Ruf einer knallharten Rechten ebenso voraus wie sein radikales Unverständnis allem gegenüber, was auch nur entfernt an Hippie-Flower-Power-Surfer-Bikinimädchen gemahnt. Von wegen California dreamin’ …
Diese «leicht bekiffte Prosa» (NZZ) ist die perfekte Einstiegsdroge für alle, die «immer schon mal was von Pynchon lesen» wollten. «Ein ungemein leichthändiger, komischer Roman, dessen Dialoge stets am Rande der Hirnverbranntheit balancieren, dessen aufgedrehte Figuren vor Schlagfertigkeit und Einfallsreichtum nur so sprühen, dessen Fortgang geradezu etwas Rasendes hat.» (Der Tagesspiegel) – «Halluzinatives Manifest des kulturellen Undergrounds und sprachmächtiges Requiem zugleich.» (Rolling Stone)
NADEEM ASLAM: DAS HAUS DER FÜNF SINNE
Die Freiheit des Westens wird am Hindukusch verteidigt? Der Krieg gegen die afghanischen Taliban, ist er überhaupt militärisch zu gewinnen? Dazu gibt es nun Anschauungsmaterial von überraschender Seite: Nadeem Aslam, 1966 in Pakistan geboren und heute in London zu Hause, hat nach Atlas der verschollenen Liebenden erneut einen mitreißenden Roman von hoher politischer Aktualität geschrieben. Ein Roman, der so schön und bewegend wie unvorstellbar grausam ist: ein Aufschrei gegen den Wahnsinn eines seit zwei Generationen andauernden Krieges – und das Hohelied einer Liebe bis in den Tod. «Ein erschütternder und zugleich wunderbarer Roman über Afghanistan.» (DeutschlandRadio Kultur)
«In diesem Land sind sowieso keine Erklärungen nötig. Es würde nicht einmal überraschen, wenn die Bäume und Rebstöcke in Afghanistan eines Tages aufhören zu wachsen, aus lauter Furcht, ihre Wurzeln könnten, sollten sie sich weiter ausbreiten, auf eine in der Nähe vergrabene Landmine stoßen. (…) Es war eine der größten Tragödien dieser Zeit, das Land in Stücke gerissen von den vielen Händen des Krieges, vom Hass und den Verfehlungen der Welt. Zwei Millionen Tote allein im vergangenen Vierteljahrhundert.»
TONI MORRISON: GNADE
Milton, Delaware, 1682. Europäische Einwanderer besiedeln die amerikanische Ostküste. Schritt für Schritt, Treck um Treck, auf in den Westen, ins Gelobte Land. Die Opfer der Expansion sind die Indianer und die schwarzen Sklaven, die ins Land kommen. Der anglo-holländische Farmer und Geldverleiher Jacob Vaark ist erklärter Gegner der Sklaverei – und greift doch zu, als ihm bei einem Handel statt Geld eine Sklavin angeboten wird: Florens, ein achtjähriges schwarzes Mädchen. Im Zentrum des Romans stehen sie, das Indianermädchen Lina, das Waisenkind Sorrow und Jacobs in England gekaufte Frau Rebecca. Sie alle leben auf Vaarks Farm, sie alle leben von seiner Gnade. Bis er stirbt. Vier Frauen – und vier Wege, unter Umständen äußerster Bedrängnis ein Stück eigenes Leben zu leben.
«In Gnade blickt die amerikanische Nobelpreisträgerin Toni Morrison zurück auf die Anfänge der schwarzen Sklaverei. Auf eine Zeit, in der die Konstruktion von schwarzer Hautfarbe und Sklaverei, dem blutigen Fundament, auf dem der kraftvolle amerikanische Mythos vom land of the free der schwarzen Bevölkerung über Generationen die Knochen brach, noch nicht errichtet war. (…) Der Roman übertrifft selbst ihr Meisterwerk Menschenkind.» (FAZ)
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Paul Auster
Rowohlt 320 S.
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Siri Hustvedt
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Nadeem Aslam
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Toni Morrison
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