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ILDIKÓ VON KÜRTHY: ENDLICH!
«Vera Hagedorn, 40, freiberufliche Texterin, wohnhaft in Stade, Niedersachsen und seit acht Jahren verheiratet. Meine Güte, das bin ich, eine erwachsene Frau! (…) Bei dem Essen zu meinem Vierzigsten ist nicht mal ein Glas zu Bruch gegangen. Und auch die Geschenke waren gesittet, jugendfrei und meinem Alter angemessen: mehrere Gutscheine für Anti-Aging-Behandlungen im führenden Stader Kosmetikinstitut, ein Trüffelhobel aus Zedernholz,, ein Käsemesser-Set, zwei Flaschen Jahrgangschampagner und eine Augenmaske von Shiseido.»
Während ihre beste Freundin Johanna sich neben einer sündhaft teuren Brust-OP auch noch späte Mutterfreuden spendiert, hängt Vera ziemlich perspektivlos in den Seilen. Bis sie per Zufall erfährt, dass ihr treuer, biederer Ehemann Marcus seit längerem eine Affäre laufen hat. Nun heißt es: zurückschlagen – Gefangene werden nicht gemacht. Seit sie weiß, dass sie ein betrogenes Weib ist, stellt Vera ihr Leben auf den Kopf. Und zwar radikal. Sie schläft mit einem fremden Mann, besucht das Seminar «Nackt besser aussehen», schafft bald 100 Liegestütze am Stück und begreift endlich, dass eine Portion Divenhaftigkeit jeder Frau gut zu Gesichte steht. Das ist aber erst der Anfang von Veras neuem Leben …
«Ildikó von Kürthy kann’s einfach – fulminant witzig, offenherzig, ehrlich, gekonnt spielerisch erzählen.» (Bild am Sonntag)
DAVID SAFIER: PLÖTZLICH SHAKESPEARE
Ein prüfender Blick in den Spiegel, und Rosa sieht glasklar, was sie ist: ein wandelndes Frauenklischee wie aus einem mittelmäßigen Hollywood-Schinken. Seit Jahren Single (mit penetrant tickender biologischer Uhr), randvoll mit Selbstmitleid gefüllt. Typisch, dass ihr da noch diese unsägliche Hochzeitseinladung ins Haus platzt: Ihre große Liebe Jan (Zahnarzt mit Hightechpraxis und Dentalabor in der Düsseldorfer City) heiratet seine große Liebe. Was hat diese blöde Kuh Olivia, was ich nicht habe?, fragt sie sich. Auch wenn sie vor Zorn platzen könnte – für einen wie Dental-Jan ist die Dame eindeutig die bessere Partie.
Ein paar Kummer-Ramazzotti reichen nicht, hier muss härteres Kaliber aufgefahren werden. Der Hypnotiseur Prospero soll das «ganze Potential ihrer unsterblichen Seele» entdecken und herausfinden, wer sie in einem früheren Leben war. Gesagt, getan. Einmal hypnotisiert – und schon stürzt Rosa zurück in eine andere Zeit, ins Jahr 1594. Und erwacht im Körper eines Mannes. Der William Shakespeare heißt … Liebe, Eifersucht, großes Theater! «David Safier, seit Mieses Karma spezialisiert auf Identitätsverwirrungen, inszeniert einen historisch herrlich unkorrekten Klamauk – rampensaumäßig.» (Focus)
FÉLIX J. PALMA: DIE LANDKARTE DER ZEIT
Acht Jahre schon trauert der junge Londoner Adlige Andrew Harrington um Marie Kelly, die schöne rothaarige Prostituierte, das letzte Opfer von Jack the Ripper. Zur gleichen Zeit, 1896, verliebt sich Claire Haggerty, angeödet von ihrem wenig aufregenden Leben, in einen Mann aus dem fernen Jahr 2000. Ein weiterer Protagonist, Inspektor Garrett, ist einem Mörder auf der Spur. Kein einfaches Unterfangen, kann der doch mühelos zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her reisen. Ohne zu viel zu verraten, kann eines hier schon gesagt werden: Ein dreifach Hoch auf H. G. Wells’ Zeitmaschine!
Was für ein hinreißender Abenteuerroman! Félix J. Palmas virtuos durch Raum und Zeit vagabundierendes Epos Die Landkarte der Zeit wird nicht nur in Spanien als Meisterwerk gerühmt. «Ein raffiniertes Buch, das im viktorianischen London zu Zeiten Jack the Rippers spielt und so heftig zwischen historischem Roman und Science-Fiction pendelt, dass man am Ende seinem eigenen Kalender nicht mehr traut. Ein Fest für alle Zeitreise-Fans.» (Brigitte) «Meisterhaft verwebt Félix J. Palma die Handlungsstränge zu einem gewagten Kosmos. Zugleich ist der Roman eine skurrile Ode an die Liebe und eine Hommage an H. G. Wells.» (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
HANS RATH: DA MUSS MAN DURCH
Als wäre der Alltagsstress in Pauls 4-Männer-1-Hund-WG nicht schon wüst genug! Jetzt hat er auch noch bella figura zu machen auf dem Weg zum nächsten Karrieresprung. Um Vorstandsvorsitzender im Imperium der Beuten Medien AG zu werden, muss Paul Schuberth die Besitzerfamilie von seinen Talenten und seiner Loyalität überzeugen, und zwar in der Beuten-Villa auf Mallorca. Es gibt Leichteres im Leben!
Die kühle Patriarchin Elisabeth, launisch, elitär und herrisch von Kopf bis Fuß mag ihn offenkundig nicht. Seine Traumfrau Iris, Elisabeths Tochter, hat einen anderen geheiratet. Tante Melissa sucht händeringend einen Mann zwecks Familiengründung. Und Iris’ äußerst laszive Schwester Audrey schleppt Paul umgehend ins Bett, präziser gesagt: in die Dusche. Alles keine Pluspunkte im Jobpoker. Und als dann auch noch die Jungs aus seiner Kölner WG auf Mallorca aufkreuzen, nimmt das Verhängnis endgültig seinen Lauf …
Da muss man durch ist die Fortsetzung von Hans Raths hinreißendem Bestseller Man tut, was man kann: ein federleichtes Vergnügen. «Fast wie Sex and the city - aber hier geht es um Kerle.» (NDR Kultur)
NATASHA SOLOMONS: WIE MR. ROSENBLUM IN ENGLAND SEIN GLÜCK FAND
1937 war Jack Rosenblum mit seiner Frau nach England gekommen – als Flüchtling. Ein Herr vom Deutsch-Jüdischen Hilfskomitee drückt ihm eine «freundliche Anleitung für jeden Flüchtling» in die Hand. Diese Broschüre wird zum Leitfaden für das neue Leben des Jack Rosenblum. Seinem Traum, in allem ein perfekter Engländer zu sein, ist er schon sehr nahe gekommen: stolzer Besitzer einer soliden Teppichfabrik, eines Henry-Poole-Anzugs aus der Savile Row, eines Knole-Sofas und eines Jaguar XK 120 in Racing Green. Kurz, er hat Geld, er hat Stil, er hat Beziehungen. Zum absoluten Glück fehlt ihm nur noch eines: die Mitgliedschaft in einem englischen Golfklub. Und da ihm überall die Aufnahme verweigert wird, beschließt er, selbst einen zu errichten: im tiefsten Dorset, wo sich im mystischen Nebel Wollschweine und Glockenblumen Gutenacht sagen.
«Es hat selten einen Roman über ein jüdisches Emigrationsschicksal zur Zeit des Nationalsozialismus gegeben, der ein so reines, von unwiderstehlich lebensbejahendem Humor getragenes, wahrhaftig überzeugendes Loblied auf die Assimilation gesungen hat wie Natasha Solomons entzückender Debütroman. Absolut wunderbar, charmant und witzig.» (Jüdische Zeitung) «Ein entzückender, liebevoller Roman über Menschen auf der Suche nach einer zweiten Chance.» (NDR 1)
MIA MORGOWSKI: AUF DIE GRÖSSE KOMMT ES AN
Tom Moreno, der einst so überzeugte Single und serielle Frauenverführer, ist an der Seite seiner Elisa (blond, langbeinig, bildhübsch) nun schon seit geraumer Zeit das, was man fest liiert nennt. Sogar häuslich ist er geworden. Und, kaum zu glauben – es behagt ihm. Bis ihn sein Freund Luke mit einer einzigen Bemerkung fast aus den Schuhen haut: Routine killt den Sex. O-Ton Luke: «Wird es dir nicht langweilig, immer mit derselben Frau zu schlafen?» Was heißt schon langweilig, denkt Tom. Andererseits – ob er nicht doch mal wieder seinen Marktwert testen sollte?
Seine Zwangsmonogamie ist nicht Toms einziges Problem. Ein anderes heißt Lydia. Bei der Präsentation eines knalligen Marketingkonzepts hatte ihm vor ein paar Monaten eine gute alte Bekannte gegenübergesessen. Als Werbechefin einer Münchner Firma: Lydia Cremand, ein One-, Two- oder Three-Night-Stand, so genau kann er sich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Eine delikate Situation für Tom, schließlich ging es um einen Millionenetat. Den bekam seine Agentur dann auch – und Lydia ein Kind, ziemlich genau neun Monate später. Nun sind Marketinggeschick und Fingerspitzengefühl gleichermaßen gefordert. Und dann noch das: Als hätte er nicht schon Stress genug, muss er mit seinem Kreativdirektor zum Shooting nicht etwa nach Monaco, sondern – kleiner, ekliger Kommunikationsfehler! – nach Mon…tenegro: tiefster, dunkelster Balkan!
STEFAN SCHWARZ: HÜFTKREISEN MIT NANCY
Dorit ist eine Frau mit prächtigen Hüften. Als Dorits langjähriger Ehemann weiß Max Krenke, wovon er spricht. Es gab Zeiten, da ihn allein der Anblick dieser Hüften in sexuellen Taumel versetzte. Aber tempi passati, Menschen werden älter, das Begehren lodert nach sechzehn Ehejahren nicht mehr ganz so vielfarbig wie im Honeymoon der frühen Verliebtheit. Auch die beruflich so toughe Dorit ist vom Zustand der ehelichen Gemeinschaft nicht gerade begeistert - zu viel Vages bei Max, Halbgares, Unentschiedenes.
Ein bisschen Auffrischung tut da verdammt gut. Und die gönnt sich – Max. Die Auffrischung heißt Nancy, ist eher blutjung und arbeitet in einem Wellnessschuppen mit dem kompakten Namen Fitness- und Kampfsportstudio Niekisch/Zentrum für Realistische Selbstverteidigung. Nancy hat schokoladenkuvertürebraune Augen. Sie sagt schöne Sätze wie «Sie sind nicht dick. Sie stehen falsch». Sie trägt eng anliegende T-Shirts und Leopardenfellpantoletten. Sie hat den umwerfendsten Hüftschwung des Jahrhunderts. Und sie ist von einer fast schon obszönen Gelenkigkeit. Im Grunde ihres Wesens ist Nancy Künstlerin: Burlesquetänzerin (was dem Arbeitsfeld einer Nackttänzerin recht nahe kommt). Max im Vollspagat zwischen Dorit und Nancy, das kann ja heiter werden. Wird es auch. Versprochen!
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David Safier
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Hans Rath
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Stefan Schwarz
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