Die Bestellung unserer E-Books ist momentan aus technischen Gründen nicht möglich.

Artikelempfehlung versenden

E-Mail-Adresse des Empfängers*

Wenn Sie mit der Empfehlung dieses Titels eine Nachricht an den Empfänger versenden wollen, tragen Sie den Text bitte hier ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse*

(* = Pflichtfelder)

Geschenkt! Deutsche Literatur

© Matrix Buchkonzepte, Ch. Modi & M. Orlowski

DANIEL KEHLMANN: RUHM

Menschen, die sich selbst fremd werden und aus ihrem gewohnten Leben herausfallen. Verhältnisse, die auf beängstigende Weise derart unübersichtlich werden, dass die sorgsam errichtete bürgerliche Existenz wie ein Kartenhaus einstürzt. Literarische Figuren, die mit dem Autor über ihre Zukunft streiten. Alltagsschicksale in einer Welt, in der das Gefühl von Zeit und Raum, wie sie die Generationen vor uns noch kannten, im binären Echtzeit-Wahn versinkt. Einer Welt, in der man sich so leicht verlieren, so leicht verloren gehen kann …

«Daniel Kehlmann hat mit seinem Roman Ruhm Weltliteratur geschaffen.» (Die Weltwoche) Ruhm, das sind neun Geschichten von Menschen, deren Wege sich auf wundersame Weise kreuzen, neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Ganzen fügen. Ein flirrendes Spiel um Realität und Fiktion, ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen – komisch, tiefgründig und elegant erzählt. «Ein Buch von funkelnder Intelligenz.» (FAZ)


GEORG KLEIN: ROMAN EINER KINDHEIT

Eine Stadt in Süddeutschland in den sechziger Jahren. Die ersten Telefone und Fernseher sind in den Häusern der Siedlung zu bewundern, Autos beginnen die alten Motorräder zu ersetzen. Es ist Ferienzeit, Sommer, ewiger Sommer. Für die Kinder sind es berauschende Wochen. Kopfüber stürzt sich die achtköpfige Truppe der Siedlungskinder in aufregende Abenteuer. Der Mann, dem im Krieg Gesicht und Gehör zerschossen wurden und der seitdem die Sprache der Mäuse versteht. Der falsche Bär. Sputnik, der Hund des Kriegsblinden. Der taubstumme Vogelzüchter, der Kiki-Mann – das Personal einer magisch-märchenhaften Welt: irritierend, reizvoll, bedrohlich.

Mit Roman unserer Kindheit gewann Georg Klein den Preis der Leipziger Buchmesse 2010. «Ein Geniestreich ist dieser Roman, opak, dicht, verrückt, hässlich und irre schön.» (Die Zeit) «Eine solche Hülle und Fülle an Erzählkunst, die schon an Angeberei grenzt – aber alles gelingt – hat es selbst bei Georg Klein noch nicht gegeben.» (Frankfurter Rundschau) «Es steckt alles drin, was die Faszination dieses eigenmächtigsten unter den deutschen Literaten (…) ausmacht. Die Sprachmacht, die Fabulierlust, die grandiose, aber nie selbstverliebte Satzabschmeckerei, der Grusel, die Grausamkeit …» (Welt am Sonntag)


HANS JOACHIM SCHÄDLICH: KOKOSCHKINS REISE

Vertreibung, Flucht und Exil, das sind die großen Themen dieses knappen, lakonisch-pointierten Romans. Fjodor Kokoschkin, 95 Jahre alt, emeritierter Professor der Botanik aus Boston, Spezialgebiet Gräser, weiß, dass er auf seiner letzten Reise ist. An Bord der Queen Mary 2 genießt er die Annehmlichkeiten der Überfahrt von Southampton nach New York. Schaut im Liegestuhl an Deck aufs Meer, liest Olga Noborra, der schönen Architektin, etwas Russisches vor. Aber seinen Gedanken und Erinnerungen entkommt er, der «gelernte Emigrant», nicht. St. Petersburg, Odessa, Prag, Berlin, all die Stationen und Provisorien seines Lebens auf der Flucht – Erfahrungen, die in schmerzendem Missverhältnis zu dem Amüsierzauber auf dem Riesenschiff stehen.

«Eine Seite Schädlich entspricht ungefähr 20 Seiten üblicher handlungsstarker Prosa. Er ist ein Meister der Reduktion, der mit dieser Reduktion eine ungeheure Intensität erreicht.» (Deutschlandradio Kultur) «Die großen Gefühle Trauer, Schmerz, Erinnerung und letzte Liebe, all das zwingt Schädlich mühelos in die Nussschale seines kargen Stils. So vermag nur ein Autor zu schreiben, der bei jedem seiner Worte weiß, was ihm wichtig ist und was nicht.» (FAZ)


LUCY FRICKE: ICH HABE FREUNDE MITGEBRACHT

Martha und Henning, Jon und Betty, zwei Paare, deren Liebe am Ende ist. Alle vier sind jenseits der 30, und für alle gilt: «Flucht ist immer eine Option». Wir sind in Berlin und sehen diesem Quartett noch halbwegs junger Leute beim je individuellen Scheitern zu. Martha, Nachrichtensprecherin beim Lokalradio. Hennig, angestellter Comiczeichner. Betty, Skriptgirl und Geliebte des verheirateten Chefs. Jon, der Schauspieler, der, wenn er überhaupt gebucht wird, nur Leichen spielen darf. Durch eine charmante Fügung des Schicksals scheint sich nun alles zum Guten zu wenden. Jon soll eine Hauptrolle kriegen, Betty schmeißt Job und Liebhaber hin, Henning soll einen eigenen Comic zeichnen – und Martha erwartet ihr Wunschkind.

Aber dann bleibt es stehen, das Glücksrad. War alles wohl zu schön, um wahr zu sein. Vor lauter Unglück wäre jetzt eigentlich ein bisschen Glück dran, egal wo es auf sie wartet, in Tampare, Nowosibirsk oder on the road. Am Ende sitzen sie, mehr oder weniger lädiert an Körper, Geist und Seele, in einem tukanblauen Wohnmobil, mitten in Berlin. «Ihre Flucht vor dem Ende beschreibt Lucy Fricke so lebendig, als säße man auf dem Beifahrersitz» (Cosmopolitan). «Ein wunderschöner kleiner Roman» (Neon). «Ein modernes Großstadtmärchen» (FAZ).


MARKUS BERGES: EIN LANGER BRIEF AN SEPTEMBER NOWAK

Wie hatte sich Betti Lauban auf ihre erste große Alleinreise gefreut! In Monaco würde sie September Nowak treffen, eine schlankes, schönes, mondänes Mädchen, ein Wesen wie aus einer anderen Welt. So zumindest stellt Betti sich ihre langjährige Brieffreundin vor. Und dann das: Die Person, die sie in Nizza am Bahnhof abholt, ist fett, an die 150 Kilo schwer, und von geradezu bemitleidenswerter Hässlichkeit. Und in einem Luxusetablissement wohnt sie natürlich auch nicht, sondern in einer miesen Absteige in Nizza. Betti fühlt sich betrogen und ausgenutzt. Verraten und verkauft. Aber ist sie nicht sehenden Auges in die Falle gelaufen? September Nowak war nur eine Lüge, und sie hätte es wissen müssen. Da fasst Betti einen Entschluss. Es ist Sommer, sie ist jung, ihr Geld reicht für einige Zeit – wieso sich nicht einfach treiben lassen, durch Frankreich, auf Spanien zu?

Markus Berges, Sänger und Texter der Kölner Band Erdmöbel («Unwiderstehliche Popsongs, Momente für die Pop-Ewigkeit», Rolling Stone) erzählt in seinem Romandebüt von der rabiaten Desillusionierung einer jungen, etwas naiven Frau – und von ihrem Zickzackweg ins Glück. «Eine melancholische Geschichte über die Willkürlichkeit und Unausweichlichkeit von Identität in federleichten Worten. Wunderschön!» (Musikexpress).


KATRIN SEDDIG: RUNTERKOMMEN

«Ich habe mir überlegt, wie es wohl wäre, wenn man das Unperfekte zulassen würde. Wenn eine Familie, eine Gesellschaft ganz sanft die Ansprüche, das Streben fahren lassen würde.» (Katrin Seddig) Es ist schon ein ungewöhnliches Grüppchen, das sich in Seddigs Debüt Runterkommen einfindet. Allesamt schräge Figuren, beschädigte Existenzen. Ein Rechtsanwalt mit exhibitionistischen Anwandlungen, seine alkoholkranke Frau, ihre zwei pubertierenden Kinder, dazu eine liebeshungrige Putze, eine Kneipenwirtin mit formidabler Oberweite … Wie diese Typen mit krassen Außenseiterzügen am Ende zu einer Solidargemeinschaft werden, das beschreibt die in Strausberg bei Berlin aufgewachsene und jetzt in Hamburg lebende Autorin pointiert und mit melancholischem Witz. In dieser kuriosen WG im Vororteinfamilienhaus des Rechtsanwalts können sie alle ihre Spleens und Sehnsüchte ausleben und auf ihre Weise glücklich werden.

«Es ist grandios, wie Katrin Seddig jeder ihrer Figuren einen eigenen Ton verleiht.» (Der Tagesspiegel) «Ein feiner, wild wuchernder und versöhnlicher Liebesroman.» (annabelle) «Man möchte diese Figuren gern wie eine Familie zusammenhalten und keinen aus den Augen verlieren.» (taz) «Katrin Seddig erzählt lakonisch von inneren Wunden, ohne Sentimentalität. Sie lässt Zwischentöne zu. Ja, sogar eine wunderbare Lebensunentschiedenheit.» (WDR 3)


HEINZ STRUNK: DIE ZUNGE EUROPAS

«Error! Der ganze Mensch eine Fehlermeldung, B-Ware, dysfunktional auf die Welt gekommen, Gewölle, in Bruchstücken herausgepresst, und niemand hat sich die Mühe gemacht, das Puzzle richtig zusammenzusetzen ... Wie lange erträgt man es zu wissen, dass nichts mehr kommt?» Eigentlich nicht verwunderlich, dass einem dieser Markus Erdmann, 34, leicht übergewichtig, blöde Kindheit, wie ein Wiedergänger Heinzers aus Heinz Strunks Bestseller Fleisch ist mein Gemüse vorkommt. Die Landjugend mit Musik hat sich in ein Großstadt-Erwachsenenleben als Gagschreiber verlängert.

Eher am Rande beschäftigt sich Strunks leicht desorientierter Held mit einem «Projekt», einer Biografie seines Onkels Friedrich, der als Kaffeekoster im Hamburger Freihafen und semiprofessioneller Sprücheklopfer als «Zunge Europas» eine gewisse Bekanntheit genoss. Das Gefühl, wie Falschgeld durch sein eigenes Leben zu vagabundieren, verschwindet durch diese Scheinaktivitäten aber nicht. Bis in jener grausam heißen Sommerwoche zwischen Hamburg und Berlin doch noch etwas passiert. Sieben Tage im Hier und Jetzt des Markus E. ... «Ein meisterliches, mit großer Wahrhaftigkeit geschriebenes, im Innersten berührendes Buch» (Süddeutsche Zeitung). – «Eine postmoderne Chronik des Scheiterns.» (NDR Kultur)