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«Was ich vermissen werde, wenn ich tot bin? Was wir im Jenseits alle vermissen werden: die Tagesschau.» Nicht nur für Martin Walser ist die Nachrichtensendung der ARD unverzichtbar. Weil sie aus der Flut frischer Ereignisse die news of the day herausfiltert und Hintergründe ausleuchtet. Nach Die Tagesschau erklärt die Welt verdient auch der Nachfolgeband Die Tagesschau erklärt die Wirtschaft das Prädikat «besonders wertvoll» – weil besonders nützlich: ein Wissensbuch für alle, die mehr wissen wollen. Die sich nicht mit halbgaren Häppchen über wirtschaftliche Zusammenhänge abspeisen lassen wollen.
«Nichts ist spannender als Wirtschaft sagen die Börsianer. Nichts ist wichtiger als Wirtschaft – sagen die Politiker. Nichts ist komplizierter als Wirtschaft – sagen die meisten Menschen.» Wie schön wäre es zu sagen: Nichts ist einfacher als Wirtschaft! Genau das ist der Anspruch dieses Buches, das Detleff Gürtler (u.a. Wirtschaftsredakteur von brand eins und Wochenpost) zusammen mit der Redaktion der Tagesschau geschrieben hat. Es ist, bei aller Komplexitätä der Themen, lebendig geschrieben und leicht lesbar; neue Begriffe werden sofort erklärt.
Sechs große Kapitel strukturieren das neue Tagesschau-Buch: 1. Markt. 2. Geld. 3. Unternehmen. 4. Konjunktur. 5. Arbeit. 6. Weltwirtschaft. Jedes Kapitel beginnt mit einer ausführlichen Einleitung und einem Stichwortteil, in dem 15 bis 20 der wichtigsten Begriffe zum Thema erläutert werden. Außerdem laufen in der Randspalte rot hervorgehobene Tagesschau-Meldungen aus den letzten Monaten zur Verdeutlichung der Fragestellung mit. Nur ein Beispiel:
Kapitel 1: Markt. Wie kann es sein, dass nach mehreren Jahrzehnten, in denen Lebensmittel ständig billiger wurden, sich im Sommer 2007 die Preise für Milch und Butter um 50 Prozent erhöhten? Wir lernen: Aha, Preisregulation durch das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. Aber das ist kein Automatismus, schließlich handelt der homo oeconomicus nur in der Theorie rundum rational. Was hat es mit den viel beschworenen Selbstheilungskräften des freien Marktes auf sich, mit der vom schottischen Philosophen Adam Smith formulierten «Weltformel der Ökonomie», mit der «unsichtbaren Hand des Marktes», die – ob mit oder gegen den Willen der handelnden Akteure – für ein Gleichgewicht der Kräfte und folglich für hohe Qualität, technologische Innovation und «angemessene» Preise sorgt? Wie kommt es quer zur schönen Theorie dann zu Phänomenen wie Kartellbildung, Dumpinglöhnen, Gammelfleisch, Gift in Spielzeug aus Fernost etc.pp.? Oder anders gefragt: Wenn es im Kapitalismus oft so wüst wie im wildesten Westen zugeht – worin ist er dann humaner und effizienter als jede Planwirtschaft? – Das sind Fragen, wie sie in der Einführung zu den sechs Kapiteln aufgeworfen werden.
Stichworte zu Kapitel 1. Angebot – Börse – Crash – Dumping – Hedge-Fonds – Homo oeconomicus – Kartell – Liberalismus – Marketing – Monopol – Nachfrage – Planwirtschaft – Preis – Privatisierung – Regulierung – Schlussverkauf – Soziale Marktwirtschaft – Wettbewerb.