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DAEMON und DARKNET: zwei Romane, die wie reine Science Fiction daherkommen und uns doch glauben lassen, das hier beschriebene Szenario könne jeden Augenblick losbrechen. Zwei Romane, die Maßstäbe setzen; an ihnen wird sich in näherer Zukunft jeder Cyberthriller messen lassen müssen.
Bevor er sich aufs Schreiben verlegte, war Daniel Suarez, der Autor von DAEMON und DARKNRT, Systemberater und Software-Entwickler: ein Computerinsider, der die Möglichkeiten und Risiken weltweiter Vernetzung radikal zu Ende dachte und mit einer abgefahrenen Idee kombinierte – einer rechnergesteuerten Verschwörung, entfesselt von einem Fanatiker im Augenblick seines physischen Todes.
Action, Nervenkitzel und Zukunftsmusik auf höchstem Niveau! Suarez’ Thriller wurde in den USA begeistert aufgenommen: von Lesern und Rezensenten, aber auch von Web-Insidern wie William O’Brien, dem Leiter der Abteilung Cybersecurity and Communications des Weißen Hauses. «So schockierend aktuell, so frisch und auf dem neuesten Stand, dass noch förmlich Metallspäne und PVC-Staub daran kleben. Die Wirklichkeit steckt überall in diesem Roman, sie ist aufregend und macht einem Angst.» (Time Magazine)
Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ, adelte den Schöpfer von DAEMON und DARKNET mit dem Satz: «Suarez ist für mich der Jules Verne des digitalen Zeitalters.» «Mit ihren Actionszenen und dem nervenaufreibenden Plot ergeben Suarez' Romane DAEMON und DARKNET ein hochbrisantes Werk, das unter Eingeweihten längst als Bibel des Computerzeitalters gilt... Aufklärungsliteratur im allerbesten Sinn.» (Guntter Blank, SonntagsZeitung)
Das Unheil heißt Daemon, und es bricht von Thousand Oaks, Kalifornien, aus über die Gesellschaft herein, just in der Sekunde, als Matthew Sobol, von erfolglosen Chemotherapien ausgezehrt, an einem Gehirntumor stirbt. Der Gründer und strategische Kopf von CyberStorm Entertainment war eine Legende; in der Gamer-Community gelten die von ihm designten Computerspiele Over the Rhine und The Gate als das Nonplusultra, was 3D-Grafik, Sound, Levels und Multiplayer-Features angeht: Ego-Shooter mit Suchtpotential. Aber Sobol stirbt nicht allein: Die Ersten, die er mit in den Tod reißt, sind zwei Programmierer von CyberStorm – genau die, die das Entfesseln des Daemon hätten verhindern können, jenes Programms, das wie ein Fangnetz über den weltweiten Datenströmen ausgeworfen wird.
Erst langsam dämmert es den US-Behörden, mit welchem Gegner sie es zu tun haben – auch wenn es schwer ist zu akzeptieren, dass ein Toter aus dem Jenseits in der Gegenwart ein Blutbad anzurichten in der Lage ist: «Denken Sie daran: Ich habe meinen Willen über meinen physischen Tod ausgedehnt. Ich werde nie von dieser Erde verschwinden. Machen Sie sich mich nicht zum Feind.»
Und das ist Sobols Vision: der Eintritt in die Ära der Großen Diffusion, der technologisch induzierte Zerfall der Nationalstaaten: «Mein Daemon ist weder gut noch böse. Er ist wie das Feuer, und er wird denjenigen verbrennen, die ihn nicht zu gebrauchen lernen. Er wird die Feinde der Vernunft verbrennen. (…) Es wird bald zu Gewalt kommen, die Sie schockieren wird.» Es ist das identische Funktionsprinzip wie das der strategischen Bombardierung. Wer die Datenströme kontrolliert, kontrolliert die Wirtschaft, die Politik, die Medien; wer die Netzwerke kontrolliert, kontrolliert die Gesellschaft.
Prominentenmorde schocken die Finanzwelt; der exklusive Club der Milliardäre lebt in Angst und Schrecken. Die Kapitalmärkte spielen verrückt angesichts von Dollartalfahrt, Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit; FBI, CIA, Nationaler Sicherheitsrat und andere Regierungsorgane blockieren sich nach der Vernichtung der Daemon-Taskforce-Zentrale gegenseitig. Mit der Operation Exorcist soll Sobols digitale Attacke auf die Welt in ihrer alten Form gebrochen werden; das globale Big Business setzt auf Söldnertruppen und skurpellose private Militärfirmen: Anarchie macht sich breit.
Es ist alles andere als ein «friendly takeover» gegnerischer Bastionen, was Sobol entfesselt. Es ist ein Krieg mit Tausenden Toten, eine Vernichtungsschlacht, die auch eine Vielzahl von Großkonzernen in den Abgrund reißen wird und die Zukunft der Weltwirtschaft bedroht – Ende offen …
Um von DAEMON und DARKNET fasziniert zu sein, muss man kein Computerfreak sein. Weshalb soll man auch wissen, was kompromittierte Rechner, Hoax, gespoofte Absender, bootfähige Flashlaufwerke, schamanisches Interface und Buffer-Overruns sind oder wie genau Dekomprimierungsalgorithmen wirken? Die digitale Welt, in die uns Daniel Suarez hineinreißt, ist spannend, aufregend, erschreckend.
Daniel Suarez spielt ein riskantes das Spiel mit «Gut und Böse». Wo die Fronten verlaufen, ist nicht leicht auszumachen. Es gibt soziopathische Killermaschinen wie Loki, den mächtigsten Daemon-Agenten Nordamerikas, der mit seinen todbringenden Razorbacks für Angst und Schrecken sorgt; und auf der anderen Seite gibt es Darknet-Communities wie die in Greeley, Iowa, die politisch Musterdemokratien im Kleinen darstellen und ökonomisch in vorbildlicher Weise auf Nachhaltigkeit, Ökologie und Energieautarkie setzen.
Auch weiß man nicht immer, ob man es mit (noch) lebenden Figuren zu tun hat oder mit ihren Avataren, designt aus allen relevanten biometrischen Parametern – das mindert den «daemonischen Lesereiz» nicht im mindesten. Im Gegenteil.