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22. Dezember +++ Dietrich Faber: Toter geht's nicht

© cg-textures; FaberhaftGuth

DAS BUCH. Wenn am malerischen Vogelsberg schon mal einer über die Klinge spricht, sollte das nicht ungesühnt bleiben. Leider ist Kommissar Henning Bröhmann derzeit etwas indisponiert. Seine Ehefrau Franziska ist am Ende ihrer Kräfte. Frustriert, zermürbt, ausgebrannt. Sie verlässt ihn genau an dem Tag, als der Mord am Rande des Faschingsumzugs in Nidda passiert. Plötzlich ist Bröhmann alleinerziehender Vater.
Tochter Melina ist 14 und krass drauf, Spezialität: Klartextansagen. Bevor sie zum «fuck Faschingszug» von Nidda entschwindet, glaubt Bröhmann seinen Augen nicht zu trauen. «Als was gehst du?» «Als Nutte.» Ihrem Papa wackeln die rotglühenden Ohren. Laurin, fünf Jahre alt, ist dagegen recht pflegeleicht. Was man daran sieht, dass Eintracht-Frankfurt-Bettwäsche ihn zu einem sehr, sehr glücklichen Kind macht. Und dann ist da noch Berlusconi (der heißt so, weil man sich bei der Namensfindung für den Familienhund nicht auf Putin einigen konnte): ein lustiges, aber lasterhaftes Wesen. Kurz und gut: Der Zeitpunkt, den infamen Mord von Nidda aufzuklären, ist für Kommissar Bröhmann nicht eben günstig. Aber das Verbrechen schläft nicht – und die Wahrheit msus nun mal ans Licht …

DAS ZITAT. «Natürlich wäre es viel cooler, wenn ich nicht ich wäre. Dann würde ich in Berlin-Mitte leben. Vielleicht aber auch in Hamburg, ‹in der Schanze› oder ‹auf Pauli›. Jedenfalls nicht im Vogelsberg. Und schon gar nicht in Bad Salzhausen. In einer Doppelhaushälfte. (…) Ich wäre auch nicht verheiratet. Ich hätte nicht zwei Kinder von einer Frau. Ich hätte vier Kinder von fünf Frauen. Und diese wären auch nicht Lehrerinnen, sondern ausgewandert nach Neuseeland, würden dort Schafe züchten und Bestsellerromane schreiben. Manchmal käme ich sie besuchen. Dann wären wir alle ausgesprochen heiter, ausgelassen, braun gebrannt und austrainiert, würden guten Wein trinken, Gitarre spielen und uns keine Vorwürfe machen.»

DIE GEWINNSPIELFRAGE. Von einiger Bedeutung für den Faschingsmord von Nidda ist ein leicht schlüpfriges Liedchen. Welchen Titel es trägt, verrät Stimmungsmusiker Herr Bärt im folgenden Video-Trailer selber ...
R: Heute brennt mein Iglu
H: Et Tina moss ene Mann han
N: Lass uns fummeln, Pummel!

DER LINK ZUR LÖSUNG ... http://www.rowohlt.de/sixcms/detail.php?template=rr_media_video&_id=2974658

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