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DAS BUCH. Das Amerika, in das uns Gary Shteyngart katapultiert, ist zur Karikatur seiner selbst verkommen. Das Land steht am Rande eines Bürgerkriegs, alle relevanten Entscheidungen trifft längst die chinesische Zentralbank. Dank der «Äppärät» genannten Smartphones ist alles über alle bekannt: Konto-, Familien- und Krankenstand, Konsummuster, sexuelle Vorlieben, alles. In diesem Universum ohne Privatsphäre lernen sich zwei Menschen kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lenny Abramov, Sohn russischer Einwanderer; «absolutely old school» (er liest gedruckte Bücher!), ein Stadtneurotiker wie aus einem Woody-Allen-Film. In Rom trifft er Eunice Park: bildhübsch, cool, sexuell erfahren, gewitzt. Der krasse Gegenentwurf zu Lenny, dem Nerd. Aber wo die Liebe hinfällt …
In der Reizüberflutung New Yorks versuchen sie, ihr Leben und ihre Liebe zu synchronisieren – eine Liaison, die «kommuniziert» werden will: Lenny erstattet seinem Tagebuch (kaum zu glauben: aus Papier!) Bericht, Eunice postet exzessiv im Facebook-Nachfolger «Global Teens Account», wo es knallhart zur Sache geht. Dass das auf Dauer nicht gutgehen kann, wissen wir. Nicht umsonst haben wir es ja mit einer wahren, aber supertraurigen Liebesgeschichte zu tun.
DAS ZITAT. «Was sind unsere Kinder überhaupt? Entzückend und unverbraucht in ihrer Jugend; der Sterblichkeit gegenüber blind; wälzen sich, darin Eunice Park nicht unähnlich, mit ihren Alabasterbeinen durchs hohe Gras; Rehkitze, anmutige Rehkitze, alle miteinander, strahlend in ihrer verträumten Künstlichkeit, eins mit der oberflächlich simplen Natur ihrer Welt. Und dann, nicht mal ein Jahrhundert später, sabbern sie in einem Hospiz in Arizona eine arme mexikanische Altenpflegerin voll.»
DIE GEWINNSPIELFRAGE. Im walisischen Hay-on-Why räumte Gary Shteyngart einen renommierten Literaturpreis ab. Der machte ihn zum Besitzer …
W: eines sprechenden Papageis
L: einer Gloucester-Old-Spot-Sau
M: eines Reitpferds aus dem Gestüt Loundry
DER LINK ZUR LÖSUNG ... http://www.rowohlt.de/artikel/2955166