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14. Dezember +++ Wolfgang Büscher: Hartland

© Frank Zauritz; Peter Palm (Karte)

DAS BUCH. Wolfgang Büscher ist zu Fuß in das Herz Amerikas gewandert. Drei Monate lang, 3500 Kilometer von Nord nach Süd – ab durch die Mitte. Von den schneebedeckten Prärien von Norddakota über die Great Plains zur alten Route 77 – dem uramerikanischen Mythos, besungen von Bob Dylan und unzähligen anderen. Durch Kansas und Texas, weiter und immer weiter nach Süden. Bis er über den Rio Bravo nach Mexiko verschwindet … Es ist ein einzigartiges Reiseabenteuer, geschrieben von einem der besten Stilisten der deutschen Sprache. Wer frühere seiner Reisebücher kennt, Berlin – Moskau oder oder Asiatische Absencen, der kennt diesen speziellen Büscher-Sound – jene «Genauigkeit, die gelegentlich vor Aufladung nur so knistert» (FAZ). «Seit Jahren hat niemand in Deutschland eine solche Prosa geschrieben.» (Werner Herzog)

DAS ZITAT. «Nichts gleicht dem Frieden, den fallender Schnee übers Gemüt des Wanderers wirft. Peitschender Regen hätte mich aufgebracht und meine Schritte beschleunigt, betäubende Hitze meine Reserven mobilisiert. Wie sanft fiel doch der Schnee, wie leicht wurde mir darin. Im lautlosen Flockengestöber gehen, in einer aufgeschüttelten Schneekugel, ringsum ein Taumeln – alles gleich, oben und unten, nah und fern, nicht mehr auszumachen, wo das Land endete und der Himmel begann. Himmel, wie soll es weitergehen – wohin? Jetzt war nicht mehr bloß meine Karte sinnlos, jetzt schwand auch die letzte Orientierung. Ich sah und hörte die Welt vor lauter Schneeflocken nicht mehr, ich wurde schneetaub und schneeblind. Wäre eine Farm aufgetaucht, gar nicht weit vom Weg, ich wäre an ihr vorübergegangen, ohne sie zu bemerken, so dicht fiel und wehte der Schnee.»

DIE GEWINNSPIELFRAGE. In welcher Stadt in Texas sah Wolfgang Büscher den ersten wilden Pelikan seines Lebens?
R: Corpus Christi
C: Amarillo
N: Wichita Falls

DER LINK ZUR LÖSUNG... http://www.rowohlt.de/artikel/2943128