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DAS BUCH. >Esther Dieffenbach beschließt, Soldatin zu werden. Sie ist 24, Informatikerin ohne Arbeit, Greifswald liegt hinter ihr, jetzt lebt sie in Berlin. Sie jobbt in einer Bar, schläft mit Männern ohne Nachnamen, hat eine Affäre mit einem verheirateten Filmproduzenten. Das ist nicht das Leben, das sie führen will. Sie gibt sich keinen Illusionen hin; das Anziehen der Uniform ist eine Flucht vor ihrem ziellosen Leben, die Suche nach einer Herausforderung, einer Aufgabe. Im Frühjahr 2006 wird Esther nach Afghanistan geschickt, in eine Fernmeldeeinheit der Bundeswehr. Staub, betäubende Hitze, trügerische Langeweile, Tag für Tag. Ständig liegt die Gefahr tödlicher Anschläge in der Luft. Esther wird für Patrouillenfahrten in die Berge abkommandiert, hier lernt sie Afghanistan neu kennen: als ein wildes, schönes, aber unnahbares Land. Und hier lernt sie den Schulleiter Mehsud kennen. Die beiden verlieben sich, beginnen eine zarte, riskante Beziehung – gegen alle Regeln, gegen jede Vernunft. Esther weiß, dass sie eine Entscheidung treffen muss. Es geht um ihre Liebe. Es geht um ihr Leben. Am Ende steht die Erkenntnis, dass, «solange es Afghanistan gint, niemand unschuldig (ist). Man ist schuldig, sobald man afghanischen Boden betritt.»
DAS ZITAT. «Mehsud war ja nicht nur Mehsud für sie, sondern er war dieses ganze Land, diese fürchterlich nackten Berge, die hermetischen Dörfer, die grimmigen Männer und unsichtbaren Frauen, die Taliban, der so leise Krieg. Mehsud war Afghanistan, während ein geliebter Deutscher nicht Deutschland war. Das war der Unterschied, ein großer. Ein Italiener, der auch Italien war, ging ja noch. Aber Afghanistan? Sich Afghanistan ins Herz holen?»
DIE GEWINNSPIELFRAGE. In welcher Funktion ist Dirk Kurbjuweit seit 2008 für den SPIEGEL tätig?
O: als Washington-Korrespondent
E: als Chefredakteur
I: als Leiter des Hauptstadtbüros
DER LINK ZUR LÖSUNG ... http://www.rowohlt.de/artikel/2936781