Wolfgang Herrndorf

Sand

«Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und über­prüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trink­wasser, goss den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sand­farbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsun­kundige Frau in einem Auto hier­herzubestellen.»
Während in München Palästinenser des «Schwarzen September» das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Ein verwirrter Atomspion, eine platinblonde Amerikanerin, ein Mann ohne Gedächtnis – Nordafrika 1972.

Themen:   Moderne und zeitgenössische Belletristik; Spionagethriller; Sahara; 1970 bis 1979 n. Chr.

Wolfgang Herrndorf - Sand

Klarer Publikumsliebling beim Online-Voting zum Preis der Leipziger Buchmesse ist Wolfgang Herrndorfs jüngstes Werk «Sand» . Die Internetnutzer konnten unter den fünf Nominierten in der Kategorie Belletristik des Preises der Leipziger Buchmesse ihren Favoriten bestimmen. Von den 1.450 Teilnehmern stimmten 464 (32 Prozent) für den Roman des ...

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