Welches Geheimnis hat Deine Oma?

Das Buch

David Walliams

«Gangsta-Oma»

Ben muss jeden Freitag bei seiner Oma verbringen, wenn seine tanzverrückten Eltern das Tanzbein schwingen. Bens Oma ist zwar nett, aber sooooooo langweilig. Immer will sie bloß Scrabble spielen und isst den ganzen Tag nichts anderes als Kohlsuppe – igitt! Doch eines Tages findet Ben heraus, dass seine Oma ein Geheimnis hat: Sie war früher eine berühmte Juwelendiebin. Und jetzt plant sie ihr größtes Ding: Sie will die Kronjuwelen der englischen Königin stehlen! Ben ist Feuer und Flamme. Was für ein Abenteuer! Von nun an können die Freitage gar nicht schnell genug kommen.

Charaktere

Ben

ben
Illustrationen © Tony Ross, 2011

Seit er alt genug gewesen war, um Gegenstände zu greifen, hatte Ben die Klempnerei geliebt. Während andere Kinder in der Badewanne mit Quietscheenten spielten, hatte er seine Eltern um Rohrteile gebeten und damit komplizierte Wasserleitungen gebaut. Wenn im Haus ein Wasserhahn kaputtging, reparierte er ihn. Wenn eine Toilette verstopft war, ekelte er sich nicht etwa, sondern geriet in Ekstase!

Doch Bens Eltern hielten nichts davon, dass er Klempner werden wollte. Reich und berühmt sollte er später einmal werden, und soweit sie wussten, hatte es noch nie einen reichen und berühmten Klempner gegeben.

Seinen Eltern gegenüber hatte Ben ständig das Gefühl eine Enttäuschung zu sein. Nichts wünschten sie sich sehnlicher, als dass er jenes Ziel erreichte, das sie selbst verfehlt hatten, nämlich Profi-Tänzer zu werden.

Mr. Parker

Mr. Parker
Illustrationen © Tony Ross, 2011

Alle seine Kleider wirkten nagelneu, so neu, dass er noch neugieriger aussah, als er war – und er sah ohnehin schon äußerst neugierig aus. In seinen Augen funkelte ein teuflisches Rot.

Oma

Granny
Illustrationen © Tony Ross, 2011

Bens Oma war so ziemlich genau das, was du dir unter einer Oma vorstellst: weiße Haare, Hörgerät, Kohlgeruch, Kleid mit Blümchenmuster, weinrote Pantoffeln, braune Strumpfhosen, immer ein paar Karamellbonbons dabei, benutztes Papiertaschentuch im Ärmel, blassviolette Strickjacke, haariges Kinn, falsches Gebiss, dicke Brille.

Raj

Raj
Illustrationen © Tony Ross, 2011

In Rajs Kiosk herrschte komplettes Chaos, aber trotzdem kamen die Leute von weither, um bei ihm einzukaufen, weil er jedem ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Wie alle Kinder aus der Umgebung betrachtete Ben Raj als „einen von uns“ statt als „einen von denen“.

Der Inder war so fröhlich und lachte viel und wirkte Welten entfernt von Eltern und Lehrern und all diesen Erwachsenen, die glaubten, einen ausschimpfen zu dürfen, nur weil sie größer waren als man selbst.

Bens Papa

Dad
Illustrationen © Tony Ross, 2011

Bens Papa hatte eine Anstellung als Aufpasser im Supermarkt um die Ecke, und es war der bislang größte Moment seiner zwanzigjährigen Berufslaufbahn, einen alten Mann anzuhalten, der zwei Becher Margarine in seinen Hosenbeinen versteckt hatte.

Auch wenn Papa inzwischen zu dick war, um Dieben hinterherzurennen, so konnte er ihnen doch auf jeden Fall den Fluchtweg versperren. Bens Mama hatte er kennengelernt, als er sie fälschlicherweise beschuldigte, eine Tüte Chips geklaut zu haben. Ein Jahr später waren die beiden verheiratet.

Bens Mama

Mum
Illustrationen © Tony Ross, 2011

Bens Mama arbeitete in einem Nagelstudio namens Susis feine Nägel. Weil es dort nicht sehr viele Kunden gab, waren Mama und die andere Mitarbeiterin (die, wie man sich denken kann, Susi hieß) vor allem damit beschäftigt, sich gegenseitig die Nägel zu machen: polieren, säubern, kürzen, ölen, unterlackieren, versiegeln, feilen, überlackieren, verlängern, bemalen.

Den ganzen Tag lang kümmerten sie sich gegenseitig um ihre Nägel (außer wenn Flavio Flavioli im Fernsehen lief). Daher kam Mama immer mit extrem langen, bunt bemalten Plastikfingernägeln von der Arbeit.

Was meinen die Kinder*

«Ein klasse Buch. Total lustig, auch wenn das Ende ein bisschen traurig ist.» Jennifer, 10 Jahre

«Superbuch. Hab’s in einer Woche gelesen.» Tom, 11 Jahre

«Meine Oma hat’s mir geschenkt. Aber ich fand’s sehr witzig. Gangsta-Oma ist echt cool.» Katie, 9 Jahre

«Man kann es zehnmal lesen, und man kann sich immer noch darüber kaputtlachen.» Lukas, 9 Jahre

*«Kinder sind ein sehr kritisches Publikum. Wenn Sie ein Buch nicht mögen, dann lesen Sie es nicht.» David Walliams

Die Bücher

Gangsta-Oma
Gangsta-Oma

Ben muss jeden Freitag bei seiner Oma verbringen, wenn seine tanzverrückten Eltern das Tanzbein schwingen. Bens Oma ist zwar nett, aber sooooooo langweilig. Immer will sie bloß Scrabble spielen und isst den ganzen Tag nichts anderes als Kohlsuppe – igitt! Doch eines Tages findet Ben heraus, dass seine Oma ein Geheimnis hat ...

Terror Tanchen
Gangsta-Oma

Stella Saxby ist die Alleinerbin von Saxby Hall, doch ihre schreckliche Tante Alberta mitsamt ihrer riesigen Eule Wagner schreckt vor nichts zurück, um sich die Erbschaft unter den Nagel zu reißen. Wie gut, dass Stella Freunde hat – den kleinen Schornsteinfegerjungen zum Beispiel, der allerdings ein Geist ist ...