Bernhard Jaumann

Die Stunde des Schakals

Namibia im Januar: Die Regenzeit will nicht kommen, das Land ächzt unter Hitze und Dürre. Im Windhuker Nobelviertel Ludwigsdorf tollen die Kinder auch abends noch im Pool. Ein Mann, der seine Zitronenbäume wässert, wird über den Elektrozaun hinweg mit einer AK-47 erschossen. Neunzehn Jahre nach der Ermordung des SWAPO-Anwalts Anton Lubowski beginnt so eine Attentatsserie, der nach und nach die damaligen Täter vom südafrikanischen Geheimdienst zum Opfer fallen. Für die junge Windhuker Kriminalpolizistin Clemencia Garises werden die erbitterten Kämpfe aus der Endzeit der Apartheid lebendig, die sie bisher nur aus Erzählungen kannte. Ihr Job ist es, einen Mörder zu finden und die rassistischen Täter von damals zu schützen. Ihr Gegenspieler ist ein Killer, der so schnell verschwindet, wie er aufgetaucht ist. Er tötet in einem namibischen Villenviertel und findet Zugang zu einem südafrikanischen Gefängnis, er schmuggelt seine AK-47 über die Grenze, er wartet unter einem Kameldornbaum in der Kalahari-Wüste geduldig auf sein nächstes Opfer. Er ist todkrank, er ist allein, er mordet wieder. Clemencia ahnt schnell, dass ein selbsternannter Racheengel eine alte Schuld begleichen will. Doch wer ist der Täter? Und warum schlägt er erst nach fast zwei Jahrzehnten zu?

Themen:   Moderne und zeitgenössische Belletristik; Kriminalromane & Mystery: Polizeiarbeit; Kriminalromane & Mystery: weibliche Ermittler; Politthriller/Justizthriller; Namibia

Für seinen Roman «Die Stunde des Schakals» erhält Bernhard Jaumann den Deutschen Krimi Preis 2011. Der Preis würdigt seit 1985 Autorinnen und Autoren, die literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben. Unter der organisatorischen Obhut des Bochumer Krimi Archivs hat die Jury, der führende Krimi-Kritiker und ...

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