Dein Ende wird dunkel sein
Ich erwache in Finsternis und eisiger Kälte.
Im selben Augenblick, als ich aufwache, weiß ich: Was ich wahrnehme, kann nicht sein – und doch ist es wahr. Ich bin wach, und ich sehe es, es ist real. Es steht im Hauptraum und sieht zum Nordfenster hinaus. Es ist im Haus.
Jetzt dreht es sich zu mir um. Ich spüre seinen Zorn. Seine Bosheit drängt mich rückwärts in die Koje.
Ich taste panisch nach der Taschenlampe. Kann sie nicht finden. Kann mich nicht aus dem Schlafsack befreien. Ich werfe den Stuhl um, der neben mir steht. Glas zersplittert. Es stinkt nach Paraffin.
Ich finde die Taschenlampe. Der Strahl irrt über Scherben, über einen Paraffinfleck. Unser Husky Isaak drückt sich gegen meine Koje. Mit weit aufgerissenen Augen verfolgt er etwas, das hinter dem Türrahmen aus dem Blickfeld verschwindet.
Keuchend befreie ich mich aus dem Schlafsack. Die Taschenlampe entgleitet mir, fällt zu Boden, erlischt flackernd. Wimmernd falle ich auf die Knie und taste danach. Ich kann sie nicht finden. Kann die Hand vor Augen nicht sehen. Heftiger Schmerz durchzuckt Hände und Knie. Ich krieche über Glasscherben. Meine Finger streifen Holz. Die Wand? Die Koje? Wo bin ich?
ÜBER DIE AUTORIN
Die Tochter eines Südafrikaners und einer Belgierin wurde 1960 im heutigen Malawi geboren. Später zog die Familie nach England, wo Michelle Paver in Oxford zuerst Biochemie studierte, sich dann aber für eine Karriere als Patentanwältin entschied. Sie...
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Michelle Paver: Dein Ende wird dunkel sein ()
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