Brillant, anregend und umstritten - der Querkopf Michel Foucault (1926-1984) hat vor allem in seinen Studien «Überwachen und Strafen» und «Psychologie und Geisteskrankheit» die Hintergründe der Moderne ausgeleuchtet. Weithin gilt sie als Projekt der Humanisierung aller Lebensbereiche, Foucault dagegen erkennt in der Moderne zur Macht gewordenes Wissen. Mit ihm können einzelne wie Gruppen aus der Gesellschaft ausgeschlossen und unterdrückt werden. Foucaults Machtanalysen haben an wissenschaftlicher Brisanz nichts eingebüßt, sie fordern nach wie vor ein neues Verständnis unserer Zeit.
ÜBER DIE AUTOREN
Bernhard H. F. Taureck lehrt Philosophie an der Technischen Universität Braunschweig. Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. "Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie", Frankfurt a. M. 2004; "Philosophieren: Sterben lernen?", Frankfurt a. M. ... mehr über den Autor