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Wilfried Berghahn

Musil, Robert

Er stirbt 1942 am 15. April, mittags gegen 13 Uhr, im Genfer Exil. Er hinterläßt ein paar Bücher und zwei Kisten mit Manuskripten, Notizen und Entwürfen, alles unvollendet. Die letzten Jahre sind bitter: Die Arbeit am Roman ist ins Stocken geraten. «Schreiblähmung» heißt es in den Briefen an die wenigen noch verbliebenen Freunde und Bekannten. Nur die sein Leben lang selbstverständliche Disziplin zwingt ihn jeden Tag wieder an seinen Arbeitstisch, aber es geht nur noch langsam weiter. «Ich bin während dieser Jahre meines Schweizer Aufenthaltes durch die äußere in eine peinliche innere Krise geraten...» Seine Gesundheit ist angegriffen. Er hat 1936 einen Schlaganfall erlitten. Und das Deprimierendste ist: Seine Arbeit bringt ihm keinen einzigen Franken mehr ein.

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